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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 241

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 241)
Language
German
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191 nuDgen nicht befolget, ohne za fürchten, mich za beleidigen. Wie kommt das? Ich kann es mir nur dadurch erklären, dass ich als Rabbiner von Euch bezahlt werde and Ihr deshalb denket, wenn man etwas durch Bezahlung erwerbe, brauche man auf den Verkäufer keine Rücksicht za nehmen. Damit könne man machen, was man wolle, ohne gegen die gate Sitte za verstossen, ותפרעו כל עצתי »»weil Ihr bezahlet meine Ratschläge,“ deshalb ותוכחתי לא אביתם wollet Ihr au! ״meine Ermahnungen nicht hören“. Ich will Euch daher einen Vorschlag machen. Ich will gerne auf jede Bezahlung von Eurer Seite verzichten, wenn Ihr nur meinen Ermahnungen Gehör schenken wolltet. Ich kleide diesen Wunsch ebenfalls in die Worte des weisen Königs: שמעו מוסר וחכמו ואל תפרעו (Zischle 8, 88) ״Höret auf meine Zurechtweisung, nehmet an die Lehren der Weisheit, und bezahlet lieber nicht t“ In diesem Sinne lässt sich auch der Satz der משבח deuten: סל ךלא פרע כאילו לא מל Wer an seinem Kinde den Milo-Schnitt vollzieht, spricht doch dabei das Gelöbnis aus להכניסו בבריתו »eS einzuführen in den eigentliehen Bund Abrahams; erfüllt er dieses Gelöbnis nicht, bezahlt er die auf sich genommene Verpflichtung nicht, so ist es so, wie wenn er die מילה nicht vollzogen hätte. Sagt doch der Prophet: ערל לב וערל בשר sind gleichwertig; von beiden heisst es: לא יבוא אל מקדשי »Er soll keinen Zutritt zu meinem Heiligtum haben.“ (Jecheskel 44, 9). XVII. Die letzten Zeilen in der Gemara von Pesachim bieten dem Lernenden erhebliche Schwierigkeiten und sind von dem מפורשים schon vielfach erörtert und besprochen worden. Folgendes ist ihr Wortlaut: ד* שמלאי איקלע לפדיון הבן בעו מיניה פשיטא על פדיון הבן אקב״ו על פדיון הבן אבי הבן מברך שהחיינו וקימנו והניענו לזמן הזה כהן מברך או אבי הבן מברך? בהן מברך דקמטי הנאה לידיה או אבי הבן מברך דקעביד מצוד. לא הוי בידיה אתא שאיל בי מדרשא ואמרו ליה אבי הבן מברך שתים והילכתא אבי הבן מברך שתים. ״R. Simlai kam zu einem Pidjon haben, da fragte man ihn: ״Das ist sicher und feststehend, dass die Brocho אקב״ו על פדיון הבן ״beim פדיון הבן vom Vater zu sprechen ist; dagegen ist es fraglich, ״wer 8011 die ברכת שהחיינו machen? Der Koben, der einen Vorteil ״davon hat oder der Vater des Kindes, der die Mizwa erfüllt? ״R. Simlai wusste keinen Bescheid zn geben und fragte im Lehr־ ״haus an. Da wurde ihm gesagt: der Vater macht beide .ברבות ״So ist auch die Halacha, dass der Vater beide ברבות macht.‘4 Wir sehen, die Anfrage an R. Simlai gliedert sich in zwei Teile, der erste Teil ist eine Gonstatiemog, eine Feststellung, dass

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