Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 235)
- Language
- German
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185 gehegten Plänen und befolgten Eegierungsmethoden in keiner Weise vereinbaren liess. Er fasste daher gegen Mitte seiner Regiernngszeit den Entschluss, durch die Gründung einer neuen Hauptstadt eine Nebenbuhlerin für Jerusalem zu schaffen. In dieser neuen Residenz sollten nämlich die fremden Nationen den Grundstock und die Hauptmasse der Bevölkerung bilden. Die Stadt selbst sollte auch völlig nach heidnischem Muster ausgebaut und ausgestaltet werden, mit Götzentempeln, heidnischen Bildern, Statuen und mit sämtlichen Vergnügungsstätten, nach denen die einer zügellosen Genußsucht fröhnenden Heiden nur immer Verlangen tragen konnten. Überdies sollte sie mit wahrhaft königlicher Freigiebigkeit ausgestattet werden und durch Pracht und Herrlichkeit alle anderen Städte des Reiches weit in den Schatten stellen. Denn diese Stadt sollte der neue Mittelpunkt des Reiches und zum Sammel- und Stapelplatz aller Völker werden.