Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 227)
- Language
- German
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177 der heidnischen Städte za verlegen, musste jedoch diesen Lieb* lingswuosch unausgeführt lassen, weil der Kaiser seine Geiiekmigting hierzu versagte, wie wir das alles noch weiter unten naher ausführen. Indes, wenn auch Herodes in Jerusalem, der Stadt der Juden, blieb, sind doch die Juden von der Leitung der Beiebsgescbäfte streng ferngehalten worden. Alle, die ständig Zutritt Zu ihm batten! seine ganze Hofhaltung und Umgebung, alle seine Minister, Diener und Beamten, alle seine Ratgeber und Verwalter, und alle, die durch ihn zu Einfluss gelangten, waren sämtlich Heiden! Griechen und Syrer 1). Auch die Städte, welche Herodes im Mittelpunkte Judäas erbaute, die Städte, welche mit allem ausgestattet waren, was die griechische Baukunst an Schönheitssinn darbot, hatten nur den Zweck! Unheil uad Verderben über das jüdische Volk zu bringen. Denn nicht die Juden siedelte er in ihnen an! sondern deren ärgste Feinde, damit diese Feinde, die sich nunmehr in grossen Massen auch im Herzen Judäas festsetzten, die Juden im Zaume hielten, wie Josephus Alt. XV. 8, 5, ausdrücklich erwähnt Josephus zählt da alle Städte und Festungen auf, die Herodes erbauen liess, um das Volk niederzuhalten, wie es dort im selben Kapitel 8, 4. heisst, und fährt dann fort: j,S0 umgab er das ganze Volk mit Festungen (die er mit Heiden bevölkerte) damit es sieh nieht gegen ihn empören könnte.16 Staunen muss man, dass all die Forscher die klaren und genauen Äusserungen von Josephus Altert. XIV, 7, 3 gänzlich unbeachtet gelassen haben. Josephus spricht dort nämHch über Agrippa 1 und äussert sich zu gleicher Zeit auch über Herodes in einer Weise! die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Er sagt dort: ף Josephas als Freund and Anhänger der Herodianer breitet einen dichten Schleier über diese Schmach und wendet alles Erdenkliche an, um Herodes Massnahmen sogar als gutgemeint and segensreich erscheinen Za fassen). Diese Bemühungen seitens Josephus haben jedoch genau so wenig Erfolg, Wie sein krampfhaftes Bestreben, über seinen eigenen Verrat kinwegzutäaachen. Die Wahrheit ist allzu klar ersichtlich und wird auch von Josephus selbst unumwunden zugegeben, überall dort, wo er es vergessen bat, seine Vertuschungs- und Verdunkelungskünste in Anwendung zu bringen nnd dort, wo es ihm nicht recht gelingen wollte, den Sachverhalt zu entstellen, Wie das alles im obigen Test ausführlich dargelegt wird. Jahrbuch (1er J. L. G. XVII. 12