Mannheim
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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 183

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 183)
Language
German
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IRI
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Die Verordnungen für die Lemle Moses Kiausstiftung in Mannheim. Von Dr. Isak Unna, Rabbiner in Mannheim. Die Klausstiftung in Mannheim ist eine der ältesten Thoralehrstätten Deutsehlands. Sie wurde im Jahre 1708 von Lemle Moses Reinganum, einem reichen und überaus wohltätigen Mannheimer ״Schtadlan“, der, kinderlos, sich dadurch ein dauerndes Andenken stiften wollte, gegründet und hat bis in die neueste Zeit hinein ihren Zweck, der Pflege und der Verbreitung des Thora- Studiums zu dienen, erfüllt. Mit der Emanzipation und ihren FolgeerscheinuDgen ist, wie überall in Deutschland, auch hier das Interesse für das Thorastudiura zurüekgegangen; die Zahl der Lernenden nahm mehr und mehr ab, und die Zabl der Lehrenden musste aus finanziellen Gründen eingeschränkt werden. Dennoch ist die Klausstiftung und ihre Synagoge auch heute noch für das religiöse Leben der Gemeinde Mannheim von grosser Bedeutung, weil sie den Mittelpunkt der Gesetzestreuen bildet. Bei dem 200jährigeu Jubiläum der Stiftung (1908) habe ich ihre Geschichte in einer Festschrift (Die Lemle Moses Kiausstiftung in Mannheim. Frankfurt a. M., J. Kauffmann.) ausführlich dargestellt. Im vorigen Jahre wurde zum 200jährigen Jahrzeitstage des Stifters (1. Nissan 5484) eine Gedenkfeier veranstaltet, und ich benutze diese Gelegenheit, um die alten Verordnungen für die Kiausstiftung, aus denen ich in meiner Festschrift einiges auszugsweise wiedergegeben habe, ausführlich in deutscher Übertragung (das Original ist teilweise hebräisch, teilweise im Jargon gehalten) zu veröffentlichen. Ich glaube nämlich, dass diese Verordnungen allgemeines Interesse beanspruchen dürfen, weil sie einen Einblick in das innere Leben

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