Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 155)
- Language
- German
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105 Die zweite Generation. Nathan und Mate hatten einen Sohn. Mordechai und drei Töchter — Ulk, Glüekel und Bella. Mordechai und seine Frau Hanna, Tochter des Jesaja Heckscher erlagen mit Nathan Meirich der Epidemie im Jahre 1688. Die Inschrift des noch erhaltenen Grabsteines besagt: ,,Hier in diesem Grabe ruhet das redliche Ehepaar Mordechai, Sohn des Nathan und seine Frau Hanna, Tochter des Jesaja Heckscher. Beide sind in die Ewigkeit eingezogen in der Nacht des Donnerstag und hier begraben worden am Freitag den 8. Kislew 5399 (1638)״. Nathan und Mate Meirich’s Tochter Glüekel hatte sich schon früher, als der Vater noch lebte, mit Jacob, dem Sohne des Rüben Ree verheiratet. Jacob Ree war ein angesehener Kaufmann in Hamburg und wurde der Ahnherr der weitverzweigten Familie Ree in Hamburg-Altona und Kopenhagen. In den Protokollen der Hamburger Gemeinde unterzeichnet er bis 1671 als Jacob Rüben. Wie die Glüekel Hameln berichtet, heirateten seine Töchter angesehene, wohlsituierte und hervorragende Männer. Jacob und Glüekel Ree hatten fünf Töchter: Brendl, Ulk-Elkel, Reizehen, Bella und Sara-Rachel. Brendl heiratete Simon Heckseber, Ulk-Elkel war mit Juda Rothschild Bachrach verehelicht. Reizehen wurde die Gattin des Phöbus Cohn, Bella, die des berühmten, hervorragenden Gemeindevorstehers Isachar Ber Cohn, der die alte Klaus in Hamburg- Altona gründete (vSiehe Dukesz Chachme AHW. Seite 7 u. 20) und die jüngste Tochter Sara-Rachel verband sich mit dem Sohne des Hanauer Rabbiners Jeremias Friedburg. Jacob Ree starb am 16. Adar II 5432. Die Inschrift seines Grabsteines kündet: ״Hier ruht ein gerader, ehrenwerter Mann. Er war zu jeder gottgefälligen Handlung allezeit bereit und öffnete seine Hand dem Dürftigen; Der Vorsteher Jakob, Sohn Ruhen Ree, G’tt zn dienen, war sein Verlangen. — Mate Meirich blieb nach dem Tode ihres Mannes und ihres Sohnes mit zwei unverheirateten Töchtern zurück. Von allen Mitteln entblössr, mussten sie das durchseuchte Hans verlassen. Sie hatten kein Bett mehr und sie mussten auf Holz und Steinen nächtigen. Die verheiratete Tochter konnte nicht helfen. Sie litt selbst mit ihren Töchtern grosse Not und musste, wie sieh Glüekel Hameln ausdrückt, ״von Haus zu Haus kriechen, bis Gottes Zorn vorüber war.44