Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 93)
- Language
- German
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48 und schon nach einigen Monaten stand der einfache, aber verhältnismässig wirksame Bau in der Lasserstrasse Nr. 8, nebst einem hübschen Vorgarten, vollendet da. Zum Neujahrsfeste 1893 erfolgte die schlichte, aber denkwürdige Einweihung. In Ermangelung eines Rabbiners, welcher Posten damals vakant war, hielt Professor Winkler die Weiherede. Auf seinen Namen erfolgte auch die grundbuchliche Eigeatumsverschreibung des Tempels. Der jüdischen Gemeinschaft als solcher wollte man keinen Grund für die Erbauung eines Judentempels verkaufen. Auch fand sieh kein christlicher Baumeister für die Übernahme des Baues und vom städtischen Bauamt wurde die Bewilligung unter Vorschützung aller möglichen Ausreden verweigert. Auch auf den Namen Winklers konnte nur die Bewilligung eines Hinterbaues, ohne Strassenfront, erzielt werden, x r Ci-' iBiiü *י" ׳ ־ י ־ V'...... ד v ■ '■י ז י* ■* c יכ> 'י,- י a Bild 2: Der Israelitische Tempel zu Salzburg (Aussenansicht). Der Tempel wies wohl manche Mängel auf, und des öfteren musste Manches ergänzt und verbessert werden, aber mit Hilfe der Opferwilligkeit der Gemeindemitglieder und einzelner Spender nahm im Laufe mehrerer Jahre das Gotteshaus von aussen und