Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
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Geschichte der Juden in Stadt und Land Salzburg *>. Von Dr. Adolf Altmann, Oberrabbiner in Trier, vormals Rabbiner in Salzburg. Zweiter Abschnitt: Die Judenfrage im weltlichen Staate Salzburg bis zur Niederlassung des ersten Juden. (1803—1867). Erstes Kapitel: Salzburg als Kurfürstentum, Ferdinand von Toskana, Aufhebung des Jadenleibzolles in der Salzburgischen Provinz Passau und Berchtesgaden, Salzburg-Provinz des oesterreichisehen Kaiserreiches, die zweite französische Invasion in Salzburg und die Jaden. (1803—1810). Infolge der vom Kriegsglücke nicht begünstigten Kämpfe Deutschlands und Oesterreichs mit Frankreich fielen nach dem Luneviller Frieden (9. Februar 1801) die meisten deutschen geistliehen Staaten und unter diesen auch Salzburg der Säcularisation anheim. ״Seit drei Jahrhunderten“, lässt sich ein zeitgenössischer Historiker vernehmenl 2), ״hatte sich in Europa die Herrschaft aber Land und Leute immer sichtbarer von dem Hirtenamte über die Gläubigen geschieden. Bei den Fortschritten des menschlichen Geistes und derZeit rangen die geistlichen Regierungen, wie von höherer Hand in einen magischen Kreis geworfen, lange sehen hoffnungslos. Im zivilisierten Europa sollte die Kirche nicht mehr Staaten bilden, sondern die Ruhe der Staaten begründen. Der Krummstab galt nicht mehr. Die infulirten Regenten hatten selbst mehr oder weniger nach weltlichen Mitteln gegeizt und gegriffen. l) Siehe Jahrbuch XV. ף Koch-Sternfeld: Die letzten 30 Jahre S, 310—311. Jahrbuch der J* r״. G. XVIX. %