Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 348)
- Language
- German
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310 Jahres 1096 תתנו. Wir wollen die in Stern־Salfeld das. gegebenen Beweise für den Nürnberger Ursprung der zwei Nekrologe als schlüssig zugeben und verweisen auf sie1). Doch gibt der erste von ihnen sicher zu Bedenken Anlass. Das Mb. enthält als Überschritt des allgemeinen Nekrologs die Weisung, die ziemlich wörtlich in fast alle späteren Memorbücher übergegangen ist אומם הנשמות מזכירין בכל שבתות השנה. Salfeld hält dem entgegen, dass die von .Maharil (s. o. S. 308 n. 1) gegebene Bestimmung für Mainz eine Beihe von Sabbaten mit gehobener Stellung ausschliesse. Er schliesst hier zu weitgehend; das ״an allen Sabbaten“ ist cum grano salis zu verstehen und steht hier nur im Gegensatz zu den beiden Sabbaten, wo das Martyrologium zur Verlesung kommt. Vor allem aber erwähnen Maharils Minhagim überhaupt nicht, dass die Ausnahmen nur für Mainz gelten, woraus eben S. schliessen wollte, dass das Mb. nicht in Mainz geschrieben sein könne. Wir können aber für die Zugehörigkeit zu Mainz eine unbestreitbare Autorität als Zeugen aufrufen, Maharil selbst, bezw. die an seinen Namen sich knüpfenden Minhagim. An drei Stellen befassen diese sich mit dem ״Mainzer“ Martyrologium. I. Notiz zum Abschnitt *ברכת העומר בכל מדינת ריינוס אא אב הרחמים אלאבש, דלפני שבועות דמזכירץאת קדושים גוירת תתנץ. ובש, הוון ישעי, מזכירין גיכ אותן הקדושים וגד: IL Notiz zu :הלכות שבועות בשבת ולפני חג השבועות נוהגין. באשכנז להזכיר כל מדינות וקהלות וישובים שהיה בהן גזירת תתנ׳ו* III. Notiz zu :הלכות תשעה באב בשבת חזון מזכירין נשמות של כל חקהלות ואומרים אב הרחמים . במגנצא בש" חזון ישעי, ♦ ♦ . מזכירין קדושים תתנ״ו אב הרחמים: Wie manchem Benützer des ״Maharil“ mögen die Worte גזירת תתנ״ו ein unlösbares Rätsel geblieben sein! — Wir schicken daher voraus, dass das ״Mainzer“ Martyrologium mit den Verfolgungen des Jahres 1096 תתמ=ך beginnt (vgl. Salfeld S. 5—12). In obigen Bestimmungen wird augenscheinlich scharf zwischen den rheinischen und nichtrheinischen Städten (באשכנז) geschieden. Erstere ״memmern“ an den beiden Sabbaten vor dem Wochenfest *) Salfeld beschränkt die Beweisführung für die Zugehörigkeit nach Nürnberg auf die zwei Nekrologe und schliesst aus ihr einfach, dass nun auch das Martyrologium in Nürnberg entstanden sein müsse.