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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 346

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 346)
Language
German
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IRI
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\ 308 Sie haben in deutschen Landen besonders lief Wurzel geschlagen und daher auch ihre Memmor-Liturgie. Diese besagt fast in allen Mbb. ausdrücklich, dass das Martyrologium nur an den beiden Sabbaten vor dem Wocheniest und vor T. beab zur synagogalen Verwendung komme und dass nur an diesen Tagen das אב התזממן gebetet werde. — Das Nekrologium hingegen wird im Allgemeinen an allen Sabbaten liturgisch verwendet; gewöhnlich werden Jedesmal nur einige Einträge, etwa drei, ״gememmert“. In einigen Mbb. (vgl. Pappenheim) sind wohl auch die Einträge offiziell in Sabbatportionen eingeteilt. Ausgeschlossen ist das Memmern an allen Sabbaten, die durch irgendwelche rituelle Sonderheiten sich aus den anderen hervorheben1). Die «!Gebrauch pan Weisung pflegt in den Mbb., angegeben zu sein, bei Wallerstein und Bamberg (vgl. das.) im Titel; vgl. a. die Benutzungsordnung im Mb. Hassfurt. Das Memmern an den gewöhnlichen Sabbaten geschah (oder geschiebt) in stiller Andacht durch Vorbeter oder Rabbiner, an den beiden oben genannten Sabbaten aber mit lauter feierlicher Vorlesung. Da in manchen Gemeinden im Läufe der Zeiten die Einträge des Nekrologiums zu hunderten angewachsen sind, so wurden für die Verlesung in solchen (Fürth, Bamberg) eine einfache Hamensliste der in den Einträgen Genannten gefertigt, die ohne den übrigen Text zur Verlesung kommt.— Sehr viele Gemeinden beschränken an diesen beiden Tagen das Memmern auf das Martyrologium. Daher hommt es, dass z. B. in Sulzbürg einige Nekrologeinträge in das Martyrologium übernommen wurden, um ihnen das Vorrecht zu sichern, bei den beiden Gelegenheiten, wo das Mb. öffentlich und feierlich erklingt, mit erwähnt zu werden. Das Mb. Kriegshaber bemerkt, dass auch das Nekrologium nur an den beiden genannten Sabbaten verwendet wird. €r. Das Urmemorbneh und seine Weiterentwicklung. Wo stand die Wiege des Memorbuches? Kein Zweifel, dass sie am Rhein zu suchen ist. Man vergleiche die oben auf S. 295f. gebrachten Nekrolog-, Orts- und Länderlisten der rheinischen Städte Mainz, Metz, Deutz; 1J Die מנהגים des Maharil enthalten unter י/ ימי תשובה hierüber oigende Bestimmung וכללא הוא כל יום שאומר בו יוצר אין מזכירין בו נשמות•

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