Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 337)
- Language
- German
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299 In den Bereich der Thorayorlesungen gehören endlieh die Ehren־tP׳D für Personen und Genossenschaften: In Mannbeimerschnl- Fürth (7) für einen Vorsteher, der eine wichtige Beise im Dienst der Gemeinde unternimmt; in Wien, Heidingsfeld und Veitshöcbheim für diejenigen, die. sich des verbotenen Weines enthalten; für Heilighaltung des göttlichen Namens und des Schwures in Fürth (7); für würdiges und andächtiges Verhalten im Gotteshaus in Wien (6) und Pfersee; für ungerecht in Gefangenschaft Schmachtende in Pfersee, für fromme Vereine und deren Vorsteher Wien (6) und in Heidingsfeld, endlich in Wien (6) für alle, die an den Vortagen von Sabbaten und Fasttagen regelmässige Spenden abführen. Schliesslich ist der in allen Mbb. vorhandene מיש für Kranke (in Burgpreppach mit besonderer Fassung für Sabbate u. Werktage) und meist auch für Frauen in Kindsnöten zu erwähnen, sowie der מלא רחמים für einen Märtyrer in Wien (6). Eine zweite Hauptgruppe bilden Gebetstücke des Freitagabendgottesdienstes. Öfter verzeichnet finden wir da לכד. דודי, einigemale die Pss. 92 u. 93 und einmal (No. 7) das Bar Jochai-lied. Häufig finden sich die Agende für die Megillavorlesung; ferner Gebete um Kranke und kreisende Frauen, stets scldiessend mit מ׳ש. Diese Gebetordnung variiert. Auch die חצרות 'lT־^־Ordnung erscheint oft; in Fürth (6 u. 7) Text des Ausrufes des grossen und kleinen Bannes. Alle bisher genannten Texte haben das gemeinsam, dass sie auf dem Almemor, der Mittelempore, erfolgen. Sie bilden den traditionellen liturgischen Kerninhalt der Mbb. Die folgenden Stücke erscheinen nur je einmal: das von R. Josef Steinhart-Fürth eingeführte Gebet bei Regenmangel (12), die Selicha גרוני ניחור an Fasttagen (Wallerstein), ein Gebet für die Vorbeter an R. H. und Jom k. (das.), die נדרים n^n-Ordnung (Zeckendorf), ein rätselhaftes kabbalistisches Gebet (6), ברוך שאמר (7), die Massbacher und Sulzbacher Psalmenordnung. Alle diese letztgeuannten Stücke sind nur Akzidenzien; Kasualgebete, die um sie schnell bei sich bietender Gelegenheit zur Hand zu haben, in das Mb. eingetragen wurden. In jüngerer Zeit benutzten Vorbeter oft das Mb. zur Anbringung liturgischer Notizen, insbesondere des lokalen Ritus.