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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 336

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 336)
Language
German
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IRI
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298 Variauteu), bei Scbnaittach (No. 19) daneben eine gekürzte Fassung. Wir haben diese (selbstverständliche) Aufnahme des אב הרח׳ bei den einzelnen Mbb. nicht vermerkt. Der stets wiederkehrende מ׳ש am Vorsabbat der Fasttage בה׳ב findet sich schon im alten ״Mainzer“ Mb.1). Die meisten haben den üblichen מ׳ש für Matnass jad (8. Tag Pessach, 2. Tag Schebuoth, Sch. Azereth). Hier ist der, bei Bamberg angeführte, מ׳ש für Wohltäter in einigen Gemeinden beachtenswert; auch die besondere Fassung des מ׳ש in Mb. Klaus-Fürth (No. 6). — Oft finden sich die Benediktionen für die Haftaroth aller Zeiten, zuweilen mit Niederschrift der Fasttag-Haftarah (דרשו); ferner die Agende für das Schofarblasen und für Simchath-thora, bei No. 6 (Wien) in stark abweichender Fassung; in mehreren Mbb. die ברב׳ גומל, d. i. der Thorasegen nach Errettung aus Lebensgefahr und in einem (Sulzbach) ברב, שפטרני bei der Barmizwah-Vorlesung. Mit ganz vereinzelten Ausnahmen enthalten die Mbb. auch ein Gebet für den Landesfürsten, wie es ja schon in der isr. Königszeit an Festtagen üblich war (Kön. I 8, 66) und nach Raschi (Chagiga 17 a) talmudische Vorschrift ist. Unser הנותן תשועה findet sieh schon in den ältesten; einige Gemeinden haben allerdings ihre eigene נוסחא (Fassung), Sulzbuerg auch eine Sonderfassung für patriotische Feste (Geburtstage des Regentenpaares). Neben dem "הנ" תש läuft eine zweite, mit האלקים אשר ברא beginnende und etwas feierlicher klingende, Fassung, die wir in Wien (6), Schwabach und Pfersee finden. Fast in allen begegnen wir dem יהד für Montag und Donnerstag, in Pfersee mit einer nie sonst wiederkehrenden gegen jüdische Denunzianten gerichteten Einfügung und mit einer kleinen Erweiterung bei Bamberg. Nur 3 mal finden sich Vorgebete der Thora Vorlesung, nämlich bei Schwabach (21) יעזור ויגן und bei Kriegshaber und Tbeilheim על הכל mit אב הרחמים. — ף Wenn im ältesten (Mainzer) Mb. auffallender Weise grade der ם״ש für die Fasttage בהב hinter der Märtyrerliturgie figuriert und in der Folgezeit nie in den Mbb. fehlt, so stützt das die von A. L. Wagenaar im Jeschurun Jg. VIII H. I/II hebr. Teil S. 10 aufgestellte Behauptung, dass diese Fasttage infolge der blutigen Verfolgungen des Mittelalters eingesetzt wurden. In der früheren Literatur findet sich keine Spur von ihnen.

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