Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 259)
- Language
- German
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221 Worten sedel statt aedelo zu lesen ist ״der Mannen Heimat“. Es dürfte dies auf den Midrasch zurückgehen, nach dem Jakob bereits seinen Kindern sagte, wo sie im Lande Wohnsitze einnehmen würden, also jeder die Heimat schon kannte, vgl. Midr. Berescbith rabbah c. 98, Jalkut Pc. 157. Anderer Ansicht als Ebert ist M. Konrath1): ״Die Worte gehen auf die Anordnung im Zuge. Jeder Stamm wusste, welche Stelle er darin einzunehmen hatte, nach ihrer Väter Hause cf. Numeri 2, 2 singuli per turmas signa atqne vexilla . .. et domos cognationum suarum und v. 34 profecti per familias ae domos patrum suorum, das ist maeghburga riht u. sedelo edel“. Auch dies findet sich im Midrasch, nach dem die Anordnung im Zuge ״dem Zeichen“ entspricht ״das ihnen ihr Vater Jakob gab, als sie ihn aus Ägypten herauftrugen vgl. Midr. Bereschith rabbah c. 98, Jalkut I c. 157, Rascbi zu Numeri II, 2*). y. 360. Die Stellung des eingeschobenen Fragmentes, die allen Erklärern bisher zu Vermutungen Anlass gab, besonders aber die ausführliche Schilderung der Opferung Isaks, zu der die anderen Verse nur hinzuleiten scheinen, Hesse sich vielleicht durch den Midrasch erklären, nach dem die Errettung Israels am Schilfmeer im Verdienst der Opferung Isaks erfolgt sei (vgl. Wünsche Lehrhallen 1. c. p. 81). Nicolaus v. Lyra: Judices. Cap. I. v. 2. Judas. L. ... et ideo aliter exponunt Hebraei, quod per hoc, quod dicitur hic: ״Judas ascendet“ intelligitur, quod tribus ף Englische Studien XII, 138. 2) Nicht aufgeführt wurden in Vorstehendem die zahlreichen jüdischen Traditionen in Cäedmon die über Hieronymus, der sie mit ״Hebr^ci dicunt“ u. dgl. einführt, Gemeingut der Patristik geworden sind, so Caedmon 1090, 1205, 1418, 3515. Besonders hingewiesen sei nur auf v. 1312, nach dem Noah seinen Zeitgenossen die Sintflut voraussagt vgl. Talm. Babli Sanhedrin p. 108b» sowie auf v. 1442 nach dem der Babe sich anf einem schwimmenden Leichnam niederliess, vgl. Pirke d’Rabbi Elieser Absch. 22 Midrasch hagadol (ed. Schächter Cambridge 1912) pag. 143. v. 3307 lässt darauf schliessen, dass Caedmon nicht die Septuaginta vorlag, da nach dieser Abraham im 11. Geschlecht nach Noah lebte, vgl. G. Tachauer: Das Verhältnis von Flavins Josephns zur Bibel und Tradition, Erlangen 1871.