Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 258)
- Language
- German
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. M Scheint uns in כושית IV. B. M. XII, 1 gegeben zu sein. Die Wolke als Schatz vor der Sonne wird im Midrasch Rabbah1) I 4, 1, 17 als Futteral (vgl. Ps. 19, 5) als Wasserteich bezeichnet2). v. 253. Coslin3) erblickt hierin ,,eine Verherrlichung der Flüchtlinge, in der Flucht vergessen sie kein Stück, nehmen ganz gemütlich alles mit, wahrscheinlich weil sie nur auf Gottes und Mosis7 Befehl fliehen.“ Nach dem Bericht der Bibel ist dies nicht nur ״wahrscheinlich“. ״Sogar das Durchziehen des Schilfmeeres“, schreibt Coslin weiter, ״wird wie ein heisser Kampf geschildert14, mit wem? Es ist vielleicht an den Kampf der Männer Israels mit einander zu denken, da nach dem Midrasch (vgl.Raschi zu Ps. 68,28) Benjamin (nach Caedmon auch Juda) von Sebulun und Naftali mit Steinen beworfen wurden. v. 290. ״Juda zog zuerst in das rote Meer“. F. Holthausen4) schreibt: Offenbar haben der Dichter und Comestor (c. XXXI) aus derselben Quelle geschöpft, die mir leider trotz allen Suchens bisher m finden nicht gelungen ist. In der Bibel steht davon kein Wort.“ Diese Quelle ist der Midrasch zu dem fast wörtlich von Comestor (ande mernit et ibi regmun) citierten Psalmvers Ps. 114, 2, nach dem Juda zuerst ins Meer sprang5 *). Unbegründet erscheint. Mürkens7 Ansicht4), dass es eine ״eigene, wenn auch naheliegende Erfindung des Dichters sei“ da zu begründen wäre, warum der* selbe gerade den Stamm Juda wählte. v. 351b—353. ״Es kannte jeder der Magschaften Recht“. Ebert*) schreibt: . . . unmittelbar darauf folgt eine bis jetzt, so viel ich weiss, nicht erklärte Stelle cude aeytwilc etc. Dies Recht der Magschaften, das jedem Stamme bekannt war, war der Anspruch auf das verheissene Land. Ich glaube daher, dass in den Schlussl) vgl. Zunz, Gottesdienstliche Yorträge der Juden, 2. Aufl., Frankfurt a. M. 1892, pag. 186. *) vgl. Midr. Koheleth I, 3. י) Paul u. Braunes Beiträge 1. c. XX, 100, daselbst ist bei Coslins Polemik gegen Groth zu v. 184 zu berücksichtigen, dass die Israeliten nicht kriegsgeübt waren. 4) Archiv 1. c. GXV, 162. ״) vgl. Wünsche Midrasch Tehillim z. St. Ä) Bonner Beiträge II, 74. ז) Anglia V, 409.