Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 244)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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206 ganz unverständlich. Wollte der m das unbekannte Wort erklären, so hätte er schreiben sollen, was es bedeutet. Mit der Bemerkung, dass es ein griechisches Wort sei, ist doch nichts gewonnen, wir sind dann noch immer so klug wie zuvor. Ausserdem ist es auch nicht die Weise des ב״ח, sich auf das Gebiet der fremden Sprachen zu begeben, das auch sicherlich nicht seine starke Seite war. Indem er das Wort טילי״א in dieser Weise, mit zwei Stricheln versehen, schreibt, erweckt er ausserdem den Anschein, dass es ein בלע״ז, ein französisches Wort sei, was auch nicht richtig ist, denn es ist ein in der Gemara angeführtes aramäisches Wort, wie es dort in Aboda Sara steht. Es liegt hier ein Kopistenfehler vor. Aus der Stelle in Aboda Sara geht hervor, dass טילא oder טיליא, wie Raschi dort erklärt ״ מין יין חזקeine Sorte Wein von sehr herbem Geschmack ist.“ Das Wort kommt sehr selten vor. Wenn man nicht weiss was das Wort bedeutet versteht man auch nicht das Citat in Raschi, es sei denn, dass man die betreffende Stelle nachschlägt. Um sich und anderen diese Mühe zu ersparen, hat sich der ב״ח veranlasst gesehen die erklärenden Worte ״ ,טיליא לשון ייןTilia ist eine Sorte Wein“ hinzufügen am Rande seines Gemaraexemplars. Der Kopist, der die הגהות aus dem Handexemplar des ב״ח abgeschrieben hat, hat aus Nachlässigkeit oder Missverständnis יון statt יין abgeschrieben — so steht es auch in der ersten Sonderausgabe der הגהות הב״ה — und hat dadurch die gute Absicht des ב״ח in ihr Gegenteil verkehrt. Statt zu erleichtern hat er das Verständnis erschwert. Auf seine Rechnung sind auch wohl die irreführenden -zwei Strichlein über dem Worte טילי״א zu setzen. XIII. Rambam ה״ מלכים I, 6 schreibt: אין מעמידין מלך ולא כהן גדול לא ״ קצב ולא ספר ולא בלן ולא בורפי וכדWer einmal ein Metzger, Barbier, Bademeister oder Gerber;war, den erwählt man nicht zum König oder Hohepriester, nicht weil sie persönlich unwürdig sind sondern weil diese Berufe beim Volke gering geachtet sind.“ Der Keseph Mischna bringt dazu die Quelle aus der dieser דין geschöpft wird. Kida8chin 82a lautet die Boraita: ת״ר כל שעסקו עם הנשים סורו רע Wer in seinem Berufe viel mit Frauen zu tun hat, der ist gewöhn-