Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 240)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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weil sie an der Verschwörung der Kundschafter keinen Anteil batten. Dazu bemerkt Raschi, die Kundschafter haben nur aus böser Absicht die Früchte mitgebracht. Sie wollten dem Volke die ungeheuerliche Grösse dieser Früchte zeigen um sagen zu können: sehet, so übermässig gross wie die Früchte dieses Landes, so sind auch dessen Bewohner כשם שמריה משונה כן עמה משונה. Josua und Kaleb hatten keinen Anteil an dieser böswilligen Rede und brachten auch keine Früchte mit sich. Hier wird den Kundschaftern eine böse Absicht unterschoben für die doch ein Beweis aus der Thora erbracht werden müsste, dann sonst wäre man doch berechtigt zu fragen, woher wussten unsere Weisen, was die geheime Absicht der Kundschafter war. Sie sagten doch מאוד מאוד pמובה הא, dass sie damit das Land verläumden wollten, ist doch in ihren Worten nicht enthalten. Nur הקב״ה der בוחן כליות ולב kennt die geheimen Gedanken des Menschen. Ich meine daher, dass der hier ausgesprochene Gedanke in der Thora ausdrücklich angedeutet ist. Im 5. M. 1, 24 heisst es von den Kundschaftern: ויבאו עד נחל אשכל וירגלו אותה *sie kamen bis zum Tal Eschkol und kundschafteten es aus.“ Es ist die einzige Stelle in der Thora, an der in Bezug auf die Kundschafter der Ausdruck תל gebraucht wird. Sie, die wir gewöhnlich מרגלים nennen, werden nirgends so genannt, sondern תרים und ihre Tätig־ keit wird mit לתור bezeichnet. Als מתלים wäre es ihre Aufgabe gewesen לראות את ערות הארץ, die Blossen, Schwächen und Nachteile des Landes ausfindig zu machen, — wie es bei den Söhnen Jakobs 1. M. 42, 9 heisst —. Ihre Aufgabe war es jedoch in der Hauptsuche die Vorzüge des Landes, seine reichen Hilfsquellen kennen zu lernen, geeignete Wege und Zufahrtsstrassen für den Einmarsch, für die Lagerplätze und die Neuansiedlungen ausfindig zu machen — denn das liegt in dem ויתורו, wie es auch von der Bundeslade heisst, sie zog drei Tagereisen vor ihnen her ״ לתור להם מנוחהum ihnen eine geeignete Raststätte ausfindig zu machen.“ Deshalb wird von ihnen in der ganzen Erzählung der Ausdruck רגל nie gebraucht, in keiner Form, weder als Hauptnoch als Zeitwort Nur hier an dieser Stelle im Zusammenhang mit dem נחל אשכל heisst es ויתלו אותה, als ob die Thora hätie sagen wollen: sie kamen nach dem Tale Eschkol, welches mit seiner strotzenden Früchtepracht Aug’ und Herz hätte erfreuen müssen und gerade