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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 219

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 219)
Language
German
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iSi sagte im Namen des R. Elieser aus Bartota... Darauf sagte S; Akiba ״ לא כל הקופץ משתבח אלא בנותן את הטעםNicht Jeder der aufspringt und eine andere Meinung vorträgt ist zu loben, er muss sie auch begründen könneii. Darauf nahm R. Schimon das Wort!zur Begründung. Der Schluss lautet dann: הזר ך עקיבא לדדות שונה ״ כר שמעוןR. Akiba nahm seine Ansicht zurück und lehrte nach den Worten des R. Schimon.14 II: Zu dem Vers 5.XM. 21, 15 בי תהיינה לאיש שתי נשים האחת אהובה והאחת שנואה והיה הבן הבכור לשניאה fragt die Gemara Kiduschin 68a ״ ובי יש אהובה לפני המקום ושנואה לפני המקוםGibt es denn bei G. eine Geliebte und eine Gehasste?“ 1). h. der Ehemann mag wohl einen Unterschied machen und die eine Frau der anderen vorziehen, aber bei dem göttlichen Gesetzgeber gibt es doch dergleichen nicht. Wozu sagt uns also die Thora hier, dass in Bezug auf das Erstgeburtsrecht ein solcher Unterschied keinen Einfluss haben kann? Die Antwort lautet : Nicht von der Sympathie und Antipathie des Ehemannes spricht da die h. Schrift, denn diese haben sicherlich keinen Einfluss auf das Erbrecht der Söhne, das brauchte gar nicht gesagt zu werden. ״ אלא אהובה ושנואה בנישואיהEs handelt sich vielmehr um eine legitime und eine illegitime Ehegattin.44 Die durch eine verbotene Ehe an״:etraute Gattin, das ist die שמאה לפני המקום, sie ist bei Gott verhasst. Da wäre es doch wohl denkbar, dass der Vater dem Sohne ans einer solchen ״verhassten“ Ehe das Erstgeburtsrecht entziehen könnte; das verneint aber die Thora. Nachdem es immerhin eine rechtsgültige Ehe geworden ist — das sagt uns das Wort תהיינה d. h. קידושין תופשין בה — obgleich es eine illegitime Ehe ist, so steht dem Sohne aus einer solchen Ehe das Erstgeburtsrecht zu und darf ihm nicht entzogen werden. Es handelt sich um חייבי לאוין, um verbotene Ehen niederen Grades, bei denen die Ehe nicht schon von vornherein ungültig ist, und nur durch Scheidung wieder aufgelöst werden kann. Der בעל הטורים meint, es erkläre sich^damit auch die ganz abnorme Form לשניאה an dieser Stelle, die sonst nirgends mehr in der h. Schrift vorkommt; denn לשניאה ergibt durch Versetzung der Buchstaben לנשיאה. Damit ist scheinbar nicht viel gewonnen.

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