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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 198

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 198)
Language
German
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160 Heimatsorte bei Nischapur an. Ich habe im Orient selbst verschiedene Male in dieser Art Auskünfte erhalten und in ganz gleicher Weise wie R. Benjamin gearbeitet. Von Nischapur aus marschiert man in vier Tagen nach der befestigten Stadt Firusa. R. Benjamin nennt Schiras eine feste Stadt in Fars, ebenso nennt er den Herrscher Persiens ״Sultan al Fars“. Es ist deshalb nicht notwendig in Fars die Provinz Fars zu sehen, sondern es könnte einfach mit Persien übersetzt werden. Eine spätere Ms.־Untersucbung müsste feststellen, ob nicht diese Lesung Frs statt Sehrs möglich ist. Bei dieser Lösung stimmen dann auch alle Zeitangaben. Sieben starke Wüstenmärsche von Firusa entfernt liegt die grosse Oase von Chiva mit der Handelsstadt Chiva am Strome Jihon. . Ihr Fruchtland ist sehr ausgedehnt, eine Angabe, die der Rabbi noch besonders macht und die für Gaznah nicht zutreffen würde. In fünf Wüstenmärschen kann man auch von diesem Oasengebiete zur ausgedehnten Oase von Samarkand kommen, denn die grosse Judensiedlung wird sich wohl nicht allein auf die Stadt beziehen. In vierTagen marschiert man von dort zu den Grenzpässen, welche nach dem Moschuslande Tibet führen. Von Marco Polo besitzen wir ganz ähnliche Angaben, und Yule1) hat schon längst festgestellt, dass dieses Tibet im Gebiete von Baltistan an den Ausläufern des südlichen Pamir lokalisiert werden muss. Von Samarkand aus gibt der Rabbi wieder die richtige Entfernung für die grosse Karawanenstrasse Buchara-Merv nach Nischapur, dem Ausgangspunkt seiner Wegebeschreibung, mit achtundzwanzig Tagen an. ״Bis zum Gebirge von Nischapur“ übersetzt Adler, während andere*) ״bis zum Gebirge von Kaswin übersetzen“. Die Strecke Kaswin nach Nischapur würde auch achtundzwanzig Tage beanspruchen. Eine Ms.untersuchung muss hier Klarheit schaffen. Ich wäre jedoch aus geographischen Gründen für ״Gebirge von Nischapur“, denn der Rabbi bemerkt ausdrücklich, dass dieses Gebirge durch den Uzun (Fluss) geschützt wird und x) Cathay and the way sheiter, London 1914, Bd. I p. 71. 2) Grünhat, Die Reisebeschreihungen des R.Benjamin, Jerusalem 1903p. 73.

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