Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 199)
- Language
- German
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- Basra 1× ep/1044138
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161 die Steppenbewohner die Nachbarn sind. Bei Kaswin gibt es keinen grossen Fluss, während dort der Atrek eine ziemliche Verteidigungslinie bildet. Ausserdem stossen hier die grossen Steppen und Wüstengebiete an. ״Ihr Gebiet umfasst einundzwanzig Tagereisen4‘. Dieser Satz ist nicht recht verständlich, vielleicht ist damit die Karawanenstrasse von einundzwanzig Tagen zu ihren Freunden, den Kafar al turak, gemeint. Die ganze Entfernung von den äussersten Reichsgrenzen Persiens von Khusistan bis Samarkand gibt der Rabbi1) mit vier Monaten an. Masudi* *) rechnet in gleicherweise für die Landroute nach China durch Persien vier Monate. Weiterhin berichtet der Rabbi über die Kämpfe des Sultan Sinjar mit den Bundesgenossen der Juden, den Steppenvölkern. Auch hier sind ihm die richtigen Entfernungen für den Marsch durch die Salzwüste Kewir mit fünfzehn Tagen bekannt3). Wir besitzen also von R. Benjamin ein Soutennetz für Persien, welches die Hauptstadt Isfahan zum Mittelpunkt hat, aber von verschiedenen anderen Fixpunkten aus berechnet werden muss. Seine Zeitgenossen kannten ihn als sehr zuverlässig, wie in der Einleitung zu seinem Buche gesagt wird. Einen Märehenschreiber konnte das Handelsvolk der Juden nicht benutzen. Es liegt auch, wie wir gesehen haben, bei richtiger Lesung kein Grund vor, Abschreiberirrtümer bei allen Angaben annehmen zu müssen. Trotzdem Isfahan so im Mittelpunkte steht, nehme ich an, dass er diese Stadt nicht erreicht hat. Seine Rontenbeschreibung führt bis zum Grabe Daniels bei Susa und an diesem grossen Wallfahrtsorte wird er wahrscheinlich mit seinen Berichterstattern zusammengetroffen sein. Er gibt kurz an, dass man von dort über Khusistan der Grenzprovinz nach Mesopotamien, wahrscheinlich nach Basra, zurückkehrt. Ich habe versucht, trotz der vielen Widersprüche und Unklarheiten der Mss. die Reisewege R. Benjamins und R. Petachias l) Adler p. 52. *) W. Heyd, Geschichte des Lewantehandels, Leipzig 1870, Bd. I, p. 48. *) Strasse Isfahan-Najim-Tebbes-Nischapur. 8. Stolze-Andreas, Handels• Verhältnisse Persiens, Gotha 1885, Karte« Jahrbuch der J. L. G. XVI. II