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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 189

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 189)
Language
German
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151 R. Petachia1) gebrauchte von Bagdad bis zur Grenze von Altbabylon zwei Tage, während R. Benjamin drei Tage dorthin benötigte 2). Die erste Station auf dem Wege nennt das Ms. Beniscb Polos, mit dem grossen Grabe eines gewissen Brosak, das Ms. Carmoly3) Felusa, das er für den Ort Feludja am Euphrat gegenüber Bagdad hält, der jedoch dem Wege nach nicht in Frage kommen kann. An verschiedenen Stellen benutzt R. Petachia Worte, die der hebräischen Sprache fremd sind. So schreibt er einfach für das ihm unbekannte hebräische Wort das deutsche ״Floss“, ln Polos sieht Benisch das griechische Polis-Stadt und versucht diesen Ort mit irgendwelchen griechischen Städtenamen, die auf Polis endigen, zusammenzubringen 4). Carmoly entzifferte Felusa. Nach Untersuchung des Herrn Prof. Dr. Walde, Universität München, musste man hier auf jeden m Fall Polosch nicht Polos lesen, richtig aber Pilusch (Pilusc-ha, das Filusa Carmolys), welches ״Durchgrabung“ bedeutet, eine Bezeichnung, die für einen Ort an der grossen Kanalgrabung Nähr Gnza wohl richtig wäre. R. Benjamin nennt nur den zweiten Rastort bei Namen5). Derselbe wird von Asher ״Gihiagin“ und von Adler ״Gazigan“ gelesen, von Benjamin auch als ״Resen״ bezeichnet. Keiner der Erklärer, auch Ritter6) kennt die Lage dieses Ortes. Nach den arabischen Geographen waren die Karawanenetappen folgende7): Von dem Kufahtor in Westbagdad führte auf einer Schiffsbrücke bei der Stadt Sarsar die Strasse über den Kanal Nähr Sarsar. Als zweiter Kanal musste der Nähr Malik, der berühmte Königskanal, überschritten werden. An der Übergangsstelle lag die Stadt Nähr el Malik, die grosse Märkte besass und deren ף Benisch S. 43. 2) Adler S. 42. 3) S. 295. 4) Benisch S. £7. ß) Adler S. 42. 6) Bd. 10 S. 266. 7) Le Strange S. 67.

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