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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 185

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 185)
Language
German
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147 sehr ungesund ist. Eine andere Erklärung der Stelle, ״dass die Wasser gesund waren“, mit der späteren Flussfahrt, ist ganz sicher irrrig 1). In Mossul bestieg er ein Kelek und trieb in fünfzehn Tagen bis zu dem Garten des Hauptes der jüdischen Akademie von Bagdad, der einen Tag von dort entfernt lag. Bagdad selbst nennt er nach dem Gebrauch der damaligen Zeit *Babel4״. Wie ich schon vorher bemerkte, muss es Hochsommer gewesen sein, und in dieser Jahreszeit brauchte er zu seiner Flussfahrt fünfzehn Tage. Im Frühjahr bei Hochwasser kann man die Strecke in fünf, im Herbst in 11—12 und im Hochsommer bei Tiefstand in 12—15 Tagen durchfahren. Eine hier eingeschobene Bemerkung: *die Reise dauert einen Monat״, ist gänzlich unverständlich. Vielleicht meinte er die Reisedauer von Trapesunt bis Bagdad, die ungefähr dreissig Tage ausmachen würde. Das Haupt der Akademie hatte sich wohl auch aus der Hitze der Stadt in die Gärten* geflüchtet, die von Dur ab den Tigris einfassen. Ainsworth2) der Erklärer weiss nicht, wohin er den Garten verlegen 8011. Nach dem Ms. kann er nur eine Stunde nördlich Bagdads liegen, wahrscheinlich bei Okbara oder Awana, welche beide eine Gemeinde besassen und von Lustgärten der Bagdader umgeben waren3). ״ . ״ . Als Abschluss dieser Fahrt bemerkt er noch als guter Beobachter, dass kein Schiff den Tigris aufwärts fährt, sondern dass die Kelekhäute auf Kamelen zurück ge bracht werden4). Petachia machte auch auf viele andere Einzelheiten aufmerksam, so, dass hier Ziegel anstatt Steine verwendet werden und beobachtet auch sehr richtig, dass hier als Gräber nicht tiefe Höhlen; angelegt werden können, wie in Palestina, da das Grundwasser dies verhindert5). Seine Beschreibung Bagdads und der dortigen Verhältnisse ist fast die gleiche wie die Benjamins. Wie Benjamin besuchte 1l Carmoly S. 276. 2) Benisch S. 76 Anm. 23. s) Le Strange S. 50. 4) Durch Carmoly falsch übers. S. 280. 5) Benisch S. 55 und 67. 10»

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