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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 184

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 184)
Language
German
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IRI
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146 Von Nisibin gebrauchte er drei Tage, nach einem anderen Manuskript fünf Tage bis Mossul1). Als reicher Mann, wie wir ihn kennen lernen, konnte er in drei Tagen zu Pferde auf der Strasse über Demirkapu-Kesek Köprü die Stadt Mossul erreichen. Eine Karawane würde die auch angegebenen fünf Tage benötigen. Den weiteren Reiseweg nach Bagdad müssen wir uns erst zusammenstellen. R. Petachia war im Hochsommer in Mossul, wie wir aus vielen Einzelheiten entnehmen können. Sein Buch erzählt2): ״Der Tigris fliesst bei Ninive (wie er Mossul nennt) vorbei. Auf der anderen Seite machte er eine Reise von drei Tagen in anderer Richtung. Dort ist Altninive, welches wüst ist. Das ganze Land ist schwarz wie Pech. Die Stelle Altninives, wo ein Wald (Stadt) war, ist wie Sodom zerstört. Dort ist keine Pflanze. Neuninive ist auf der anderen Seite.“ Der Satz ״wo ein Wald war“ wird von Benisch3) als Schreibfehler angegeben. Die einfache Vertauschung zweier Buchstaben verwandelt das unverständliche ״Wald“ in ״Stadt״. Dies ist wohl auch die einzig richtige Erklärung. Der Rabbi erkrankte hier. Da er schön gekleidet und reich war, die Hälfte des Vermögens fremder Juden aber dem Sultan zufiel, so liess er sich über den Fluss schaffen. Das Übersetzen wurde nach seiner Beschreibung auf einem Flosse bewerkstelligt, da der Fluss in Booten der Strömung wegen nicht gekreuzt werden kann. Wie noch heute bedeckten sie die Keleks mit Schilfgras. ״Da die Wasser gesund waren, so erholte er sich sofort,“ hören wir weiterhin. Im Hochsommer ist Mossul eine Hölle, wie ich selbst in drei Sommern feststellen konnte. Alles Land herum ist verbrannt und schwarz wie Pech, wie der Rabbi treffend beschreibt. Besonders fällt dieses natürlich einem Reisenden auf, der wrie er vom Norden aus den grünen Bergen kommt. Drei Tage zog er in anderer Richtung. Wie ich selbst liess er sich krank in das nahe Gebirge in die Kühle tragen, wo frisches, gesundes Wasser war, denn das Tigriswasser islf zu dieser Zeit *) E. Carmoly, Tour du monde ou voyage du Rabbin Pethachia de Ratisbonne, Nouveau Journal asiatique, Okt. 1831, S. 272. 2) Benisah S. 9. ף S. 74.

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