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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 180

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 180)
Language
German
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142 Der spanisch-arabische Geograph Al-Bekri, dessen Schrift unser Reisender sicher kannte, nennt hier bei Samarra ein Dair el-Adara* 1), während Oppenheim2) berichtet, dass die berühmte Wallfahrtsmoschee des Imam el Mahdi, ״El Hadra“, genannt wird. Hadrat bedeutet Gegenwart und soll wohl auf das Wiedererscheinen und die Gegenwart des schiitischen Imams hinweisen. Wenn auch Samarra zu Zeiten Benjamins schon in Trümmern lag, so finden wir doch hier noch viele Dörfer und Märkte. Am Ende des Trümmerfeldes lag Matirah am Nähr Yahudi, dem Judenkanal, und die bekannte Stadt Kadesia3) mit ihrer berühmten Glashätte, das heutige Kadesija. Auf diesen reichen Industrieort wird sich die grosse Judengemeinde beziehen, während der Rabbi in seinem Ms. mit Hadara den ersten Zielpunkt auf der Wüstenreise vom Euphrat zum Tigris nennt. ״Die Kuppeln von Samarra erblickt man von Kadesija wie aus ganzer Nähe, mit dem es ja fast eine Stadt bildete“, schreibt Herzfeld4). Soweit ich feststellen konnte, ist bisher das Hadara Benjamins noch von keinem Erklärer hierher verlegt worden5), und doch erscheint es mir die einzig richtige Lösung. Wie der Ausgangspunkt am Euphrat, den ich für Ana halte, richtig in den unvokalisierten Mss. zu lesen ist, ob Juba, Anbar oder Ana, kann nur durch Ms. Untersuchung festgestellt werden, von denen mehrere durch Adler benutzt worden sind. Ein vollständiges Original-Ms. ist bisher noch nicht aufgefunden worden. Einen Ort Juba, wie Asher ״Anbar״ liest, nennt Kinneir6), eine Inselstadt zwischen Ana und Hit, auf der Oppenheim-Kiepert'schen Landschaft am Tigris, kl. Zab u. Gebel Hamrin in Memnon, Leipzig 1907 Bd. 1, S. 225, und Sarre-Herzfeld Bd. 1, S. 69 und 227—28. 1J Schwarz S. 6. 2) Freih. Dr. Max v. Oppenheim, Vom Mittelmeer zum Persischen Golf, Berlin 1900, Bd. II S. 226. *) Ritter Bd. 10 S. 228 und Edrisi ed. Jaubert Paris 1836 Bd. 2 S. 146. ף Sarre-Herzfeld Bd. 1 S. 106/7. 8) Keine Notiz über Benjamin in Herzfeld, E. Samarra, Berlin 1907 S. 47 Literarische Tradition über Samarra. ״) Ritter Bd. 11 S. 733.

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