Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 177)
- Language
- German
- Belongs to
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Von Mossnl bis Bagdad ist die Route nach dem Mannskript unverständlich. Hier sind sicher Abschreiberlucken, die auch an anderen Stellen der verschiedenen Mss. zu finden sind1). Asher2 *) wirft die Frage auf, was wohl Benjamin veranlasst hat, nach dem Euphrat zurückzukehren und denkt an kaufmännische Gründe. Der direkte Weg von Mossul nach Bagdad, der auch weit näher und bequemer 'ist, führt auf dem Tigris über Tekrit, Samarra nach Bagdad. Diesen Weg nahm der reiche R. Petachia, wie wir später sehen werden. Unser Reisender, der kaum über grosse Geldmittel verfugte, schloss sich jedenfalls aus diesen Gründen, wie es noch heute geschieht, der Karawane an, die den grossen Querweg über Sinjar und Ain el Djebel nach Rahabah, dem Ausgangspunkt der Karawanenstrasse nach Syrien über Tadmor-Palmyra zog*). Von Ain el Djebel kann man in drei starken Märschen, wie Benjamin angibt, Rahabah, das heutige Me jadin am Euphrat erreichen* Diesen Weg muss er gegangen sein, und seine Abschreiber haben die Zwischenstationen vergessen. Ibn Khordadhbeh4) gibt allerdings die Route über Karkisia an Von Mossul nach Beled 7 Parasangen ״ Teil Afar 5 Par. מ Sinjar 7 Par. מ Ain el Djebel 5 Par. ״ Sokair el Abbas am Khabnr 9 Par. ״ al Fodain am Khabur 5 Par. ״ Makisyn am Kbabur 6 Par. ״ Karkisia am Khabur 7 Par. Beled Teil Afar Sinjar Ain el Djebel Sokair el Abbas al Fodain Makisyn Rahabah ist uns gut bekannt5). Hierher und nicht nach Karkisia musste Benjamin mit der grossen Karawane ziehen und die Verwunderung seines Kommentators Asher beruht auf Unkenntnis der Karawanenverhältnisse. Das einen Tag entfernte Karkisia®), ג) Adler S. 33 Note 4. 2) Bd. II. S. 132. 8) Dr. B. Moritz, Zur antiken Topographie der Palmyrene. Abhandlungen d. Akad. d. Wiss. Berlin 1889 S. 35 und Kitter Bd. 11. S. 273. 4) ed. de Goeje Bibi. Geogr. Arab. 1889 S. 70. 6) Sachau S. 279. *) Moritz S. 36, Sarre-ilerzfeld Bd. 1, S. 172.