Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 173)
- Language
- German
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135 ושבקית יתיכי דתהווייין רשאה למהך להתנסבא לכל גבר בידיכי מן דק ולעלם והרי מו[תרת לכל אדם] דיהוי ליכי מיגאי ספר תרוכין ואגרת שבו[קין] Mit der Anordnung R. Taras, dass der Kernpunkt des Scheidebriefes wieder hebräisch geschrieben werde, könnte R. Jakob hen Meir als ein Vorläufer unserer Zeit bezeichnet werden, mit welcher für die hebräische Sprache ein neuer Frühling anbrach. Sie hedeutet aber in Wirklichkeit nur die Rückkehr zur altgeheiligten Sitte der Väter, zur Norm R. Meirs und seines grossen Schülers, des Patriarchen R. Jehudas. Der zweisprachige Scheidebrief ist ein Denkmal, das aus altersgrauer Zeit in unsere Epoche herüberragt, ein Denkmal jüdischer Treue, das selbst durch die Art der Scheidung, durch die genaue Einhaltung der mehrtausendjährigen Vorschriften über die Abfassung des Scheidebriefes und durch das Streben, denselben vor jedem Zweifel, selbst vor dem Schatten eine8 Einwandes zu schützen, für den hohen Wert und für die Heiligkeit zeugt, die der Ehe im jüdischen Volke zuerkannt wurde.