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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 169

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 169)
Language
German
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131 gerichtete Ansprache, die auch niedergeschrieben wurde, und die des Referates durch die Zeugen. Von diesem Gesichtspunkte Hessen sich auch die Schöpfer der aramäischen Formel leiten. Schon der aramäische Passus, den R. Jehudah als den Kernpunkt (גופו) des Scheidebriefes bezeichnet, trägt dieser Forderung durch die Aufnahme aller aramäischen Ausdrücke für ״scheiden“ Rechnung. Wie das hebräische Formular alle Termini der Bibel (גרש שלח יצא), so haben die aramäischen Formulare stets die Worte תרך שבק פטר, mit denen man offenbar die hebräischen Worte wiedergeben wollte. Im Kernpassus R. Jehudas finden wir sie in den Hauptwörtern ספר תרובץ אגרת שבוקין גט פמורין, im einleitenden Teile: פטרית ושבקית ותרוכית. Die älteste uns bekannte offizielle aramäische Formel rührt von Rab her, der sie in der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts in Babylonien eingeführt hat. Sie war in der Form eines Referates gehalten*), welches — wie schon R. Ascher bemerkt — die Zeugen ausstellten. In derselben fehlt der Ausdruck שבק; ebenso in den zwei Scheidebriefen, die in Nehardea und Sura — der erste am Ende des zweiten oder am Anfänge des vierten Jahrhunderts — gefunden wurden *). Das Wort שבק war in Babylonien gar nicht und auch in Palästina nur wenig bekannt. Hingegen scheint es bei den Samaritanern gebräuchlich gewesen zu sein. Das sama- Titanische Targum übersetzt ספר כריתות mit אגרת שבוקין. Beachtend wert ist, dass auch in dem karäischen Formular ,שבקתיד über שלחתיה ף Diese lautete: איך פלביא בר פלניא פטר ותריך ית פלניתא אנתתיה דהות אנתתיה מן קדמת דנא מיומא דנן ולעלם Ascher bemerkt mit Recht, dass das Bindewort איך nur in Urkunden Platz hat, welche von Zengen ansgestellt werden. Die Einführung dieses Formnlares rührt nicht von Raba her, wie unser Text lautet, sondern von Rab. So lesen R. Alfasi, Jesaja diTrani, R. Ascher, die Gaonim, Tossaph. Gittin 72 a, R. Tarn n. a. י) Der erste lautete: בצד קלוניא מתא אנא אנדרולינאי נהררעא פטרית ותרכיתית פלונית אנחתי Bei R. Ascher lautet der Name:דוד בר נהילאי und der Name des Ortes in Bet Josef zn Eben Haeser § 128: בתורי מחא# Üb*r קלוניא vgl. Neubauer La Geogr. du Talmud S. 397. Dieser Scheidebrief wurde nicht zur Zeit Abajje’s gefunden, wie Fischer, die Urkunden im Talmud Jhrb. d. jüd.-liter. Gesellsch, IX Jhrg. 1911 S. 179 meint, da er von dem Vater Samuels nach Palästina geschickt wurde. Dies war bei dem zweiten der Fall, der lautete: במורא מתא אנא ענן בר חייא נהרדעא פטרית ותרבית פלונית אנתתי. R• Ascher hat מג® אנא חנן מחגרא תחרדעא• Korrektur nach der Feststellung des Talmuds (Jebam. 115—116).

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