Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 163)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3486266-3486309--6223-3492597- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
125 Die Makkabäer versahen ihre Münzen mit rein hebräisehen Inschriften1); hebräisch waren die Urkunden, die nach der Ära der Makkabäer datiert wurden2), in hebräischer Sprache stritten die Pharisäer mit den Sadduzäern3; in hebräischer Sprache erteilt der sterbende König Jännaj seiner Frau Salomea den Kat, mit den Pharisäern Frieden zu halten4); hebräisch ist die Sprache, in welcher die Weisen mit ihren Königen5), die Verwaltungsbehörden grosser Städte miteinander, wie die Jerusalems mit der Alexandriens verkehren. Dass die.Sprache der alten Scbriftgelehrten, die ältesten halachischen Midraschim, wie Mechilta, Safra, Sifre und Pesikta in hebräischer Sprache überliefert wurden, kann wohl auch als Beweis für die Verbreitung der hebräischen Sprache im Volke gelten, denn diese Kommentare waren die damaligen Schulbücher, die für das Volk berechnet waren. Dieser Erziehung entsprechend, sangen die Jungfrauen Zions ihre Lieder hebräisch7). Es unterliegt darum keinem Zweifel, dass auch der Scheidebrief zumindest in Judäa8) hebräisch geschrieben wurde. Einen hebräischen Scheidebrief meint wohl die Mischna, die den Passus והרי את מותרת לכל אדם als den Kernpunkt des Scheidebriefes (גופו של גט) bezeichnet9). Ebenso hat die Tosefta an hebräisch geschriebene Dokumente gedacht, als sie die hebräische Datierung der Urkunden als Kernpunkt derselben (נופו של שמר) bezeichnet10). Und wenn wir noch heute in unserem Scheidebriele *) Ygi. Madden, f. w. The Coins of the jews לחרות «לגאולת ירושלים• а) Rausch hasch. 18 b aus der Zeit der Makkabäer: בשנת בך ובך ליוחנן כהן גדול (לאל עליון). 3) Jadajim IY, 4—8. 4) Sota 22 b:אל תראי מן הפרושים ולא ממי שאינם פרושים אלא מן , הצבועים שדומים לפרושים שגעשיהן כמעשה זמרי ומבקשים שכר כפנחס ף Sota vii, 8: אל תירא אנריפס אחינו אתה, אחינו אתה• б) sota 47 a:מני ירושלים עיר הקדש ליכי אלכסנדריא אחותי בעלי שרוי •בתוכך ואני יושבת שוממה ך Taanis iv, 8: שא עינך בחור וראה מה אתה בוררר אל תתן עיניך בנוי תן עיניך במשפחה• 8) Vgl. Kethub. IV, 12 (55 b); Kidduschin 6 a und Blau Magyar zsidö Szemle 1908 S. 237. 9) Gittin IX, 3. 10) Tosefta Baba b. XI, 2 (413, 5). Über die Einführung des Datums und dessen Ursache vgl. Gittin 17 a, jer. das. II, 2 und meine Bemerk. Jhrb. p. Jüd. Lit. Ges. 1922.