Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 96)
- Language
- German
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59 Elul 1832. Bein Grabstein rühmt seine lautere Frömmigkeit, seine Tüchtigkeit als Arzt, seine Gelehrsamkeit in judaieis und das ehren־ volle Begräbnis, das ihm zuteil wurde. Ein Arzt Abraham ha-Lewi wird 1766 in Glogau genannt.1) Am 23. Juli 1794 wurde Jakob Gumpel Warburg, 23 Jahre alt, an der medizinischen Fakultät aufgenommen. Schon am 12. August promovierte er hier mit der seinen dortigen Lehrern Fritze und Goenner gewidmeten ״Dissertatio inauguralis de paralysi,“ Berlin 1795, 4° zum Doktor. Sein Vater Gumpel Leviu war ein Papierhändler in Berlin. Letzterer ist nicht identisch mit dem Berliner Kunsthändler Warburg, von dem im Jahre 1798 gesagt wird, dass er ״die Achtung des ganzen Publikums geniesst“, denn Gumpel Levin starb bereits am 26. August 1779. Gumpel war ein Sohn des Vorstehers Löb Warburg in Halberstadt und Schwiegersohn des schlesischen Landrabbiners R. Bendit Wesel, dessen verwitwete Tochter Fradel er am 17. Mai 1760 heimführte. Aus dieser Ehe gingen Löb, 1761 geboren, und unser Jakob Gumpel, 1771 geboren, hervor. Fradel starb am 24. Juni 1794. Der Studiosus war ein Stiefbruder des oben im Jahre 1786 genannten Benedikt Philipp Gumperts. Der unsrige ist mit dem Breslauer Arzte Dr. (Isaak Jeremias) Warburg nicht identisch, der bereits 1776 praktizierte, sondern mit dem seit 1798 in Berlin arztenden Dr. Jakob Warburg. Im Stammbäum derFamilie werden Vater und Sohn nicht genannt, ebensowenig ein Halberstädter Zweig. Da aber die Namen Jakobs, seines Vaters und Grossvaters, sich fast alle in jenem Stammbaum wiederfinden, so erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass sie zu jener grossen Sippe gezählt werden müssen.2). ') Univ.-Matr. II 541. Die Grabsteininschrift verdanke ich H. Welt mann-Kaiisch. Sie lautet:פ״נ איש צדיק תמים הרופא המובהק התו' היקי החסיד המפירסם מהו* אברהם במלה יהודה ליב זלה״ה, אשר יצאה נשמתו בקדושה ובטהרה אור ליום ד* והוא לקברות יובל בכבוד ובהספד יום ד' ב, אלול תקצ״ב לפ״ק תנצב״ה• Der zweite Elul war ein Dienstag. Am Ende der חידושי הלכות ׳מהר״ם שיף Dyhemfurth 1766, heisst es: ועל ידי הפועל העוסק במלאכת הקודש הררדקר הבחור בונם בן מהול* ר אביהם רופא סג״ל מק״ק גלוגא רבתא ולע״ע בריהרן פורט. 2) Univ.-Matr. II 541, Davidson, Ueber die bnrgerl. Verbesserung der Juden, S. 114, Kaufmann-Freudenthal, Die Familie Gomperz, S. Köf. u. S. 167 Anm. 2, wo weiteres über die Familie, Zlocisti, Mitwirk, der Juden an der friew. Krankenpfl. S. 10, Meassef 1793 S. 71, Monatsschrift 1893 S. 95A1m.5י