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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 82

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 82)
Language
German
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45 lieber Bedeutung, mit der Auseinandersetzung eines neuen Verfahrens in Bezug der Ausübung des zweiten Aktes der Operation4״. Mit zwei Tafel-Abbildungen 1). Am 21. März 1788 wurde bei der medizinischen Fakultät Moses Markus eingeschrieben. Sein Vater war der Dr. med. Markus Moses, seine Heimat Lissa in Posen. Schon der Vater ״hatte auch ein Attest von die Frankfurt an der Oder von die christliche Universität, dass er ein geschickter Mann ist״. Unter den Immatrikulierten befand er sich jedoch nicht. Über die merkwürdigen Schicksale des Doktors besitzen wir drei Berichte, die zum Teil einander widersprechen2). Des Vaters Aufenthalt in Frankfurt muss etwa in die Jahre von 1761 bis '1761 fallen. Letzterer war der Sohn des Presburger Rabbiners R. Mose Charif ben R. Meir, Lwuw genannt (st. 3. Eiul 1758) nach seinem früheren Wohnorte Lemberg (poln. Lwow), wo er ראש ישיבה war. Nach dem einen Berichte stammte der Doktor aus erster, nach einem anderen aus zweiter Ehe. Auch die Angabe, dass R. Mosis zweite Frau ihn als Stiefsohn aas dem Hause gejagt habe, steht damit im Widerspruche, dass R. Mose bereits zwischen 1724 und 1726 die zweite Ehe einging. Ein Widerspruch waltet ferner darin, dass die eine Quelle erzählt, er sei damals ein ״Boehur“ gewesen, die andere, dass er bereits Weib und Kind verloren hatte. Gemeinsam ist ihnen die Mitteilung, נ) Univ.-Matr. 11 489, Mitteil, des Gesamtarch. vom 21. Febr. 1916, Fürst, hibl.jud. 1 391, Jost, Neuere Gesch. der lsr. 111, 1846, S. 219 Anm. 2. Vgl. Frankel, Zeitschr. f. d. rel. Interessen des Judent. 1 198. 2) Univ.-Matr. 11 491, Aron Isaks Sjelfbiografi, Stockholm 1897, S. 10fl., Donath, Gesch. d. Jud. in Meckl.', S. 140 ff., 325 f., Weiss, יאבני בית היוצר Paksch 1900, S. 35 b und Archiv f. jüd. Familienforschung 11 Nr. 1—3 S. 12, 16, in welch’ beiden letzteren sich Mitteilungen über die Familie finden, Mifcteil. des Büros der Lissaer Gemeinde d. d. 21. 11 und 7. 12. 1917 über dortige Leichensteine. Wenn G. K. [Gustav Karpeles?! in der Allgemeinen Zeitung des Judent. 1899 S. 152 sagt: ״dass dieser Dr. Markus kein Sohn des Pressburger Rabbiners war, ist selbstverständlich“, so ist ״selbstverständlich“ dieses Dementi irrig, da die Nachricht von allen drei Quellen übereinstimmend berichtet wird. Durch obiges erledigt sich die Frage Steinschneiders (Zeitschr. f. hebr. Bibliogr. XVil 162) über Mordeehai רופא in Lissa. ln Monatsschrift 1918 S. 152 verwechselt Freudentbal R. Mose Lwow ben Meir mit R. Mose Lwow ben Aron. Nachträglich sehe ich, dass bereits Dembitzer, בלילת מפי l 30, die beiden aaseinanderhält. Zur Charakteristik Tychsens vgl. oben S. 50•

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