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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 81

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 81)
Language
German
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44 Am 1. Mai 1782 wurde Salomo Laiser Meyer an der mediziaischen Fakultät inskribiert, der von der Universität Halle kam. Als sein Vater wird der Königsberger Kaufmann Leyser Meyer angegeben. Welches Königsberg hier gemeint sei, ist nicht gesagt. In der General-Liste der Schutz-Juden in Künigsberg i. Pr. aus den Jahren 1784—86 findet sich sein Name nicht. Ein Dr. Ludwig Meyer war vor 1827 in Kurnik (Posen) Arzt, 1827 Stadtarzt in Murowanna-Goslin (Pos.) mit einem Jahresgehalte von 150 Talern und 50 Taler Entlohnung seitens der jüdischen Gemeinde für Behandlung der Armen. 1827 wurde er von den Kurnikern zurückberufen, bezog von der dortigen jüdischen Gemeinde ein Jahresgehalt von 125 Talern und musste sich verpflichten, die Armen unentgeltlich zu behandeln und aus eigenen Mitteln ihnen die Medizin zu beschaffen. Da sein Gehalt reduziert wurde, wollte er Kurnik verlassen, und die Erbherrschaft von Borek (Pos.) bot ihm 1835 die Niederlassung in Borek an, er blieb aber in Kurnik, wo er am 7. August 1834 naturalisiert wurde und noch 1856 lebte. 1838 figuriert er auf der Subskriptionsliste des Machsors Krotoschin 1838. Ob er etwa ein Enkel Leyser Meyers und dessen Namensträger gewesen ist, ist nicht festzustellen 1). Am 26. Juni 1782 wurde bei der medizinischen Fakultät Heymann Kauffmann inskribiert. Sein Vater hiess Kauffmann Heymann, seine Heimat war Frankfurt an der Oder. Unter den Unter- Schriften eines Schreibens der Frankfurter Judenschaft vom Jahre 1747 findet sich diejenige eines Heymann Kauffmann, der vermutlieh der Grossvater des Studenten gewesen ist. Ob er etwas mit dem ראקטר היימאן in Glogau zu schaffen hat, der auf die in, Breslau 1797 erschienene Pentateuchübersetzung Joel Brils subskribierte, oder mit Dr. Heymann in Zülz, einem Subskribenten auf Günzburgs ,*Geist des Orients", Breslau 1830, ist mir nicht bekannt geworden. Ein Arzt Ludwig Heymann in Magdeburg hat dort 1844 Über- Setzung und Anmerkungen zu: ״[L.] Terquem, Guide du Posthetomiste", Metz 1843, erscheinen lassen; die Übersetzung ist betitelt: ,*Die Beschneidung in pathologischer, überhaupt Wissenschaft- *) Das. II 489, Vogelstein, Aus alten Zeiten a. a. 0-, Akta der isr. Korporation zu Kurnik Fach 2 Kr. 4, Steuerliste von 1856, Einschätzungs-Liste pro 1843, Verz. särntl. naturaüs. Isr. S. 8\

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