Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 76)
- Language
- German
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39 titel. Wie bereits erwähnt, war R. Meir aus Rothenburg der erste, der in der jüdischen Literatur mit ״Morenu“ tituliert wurde, was entspreche, womit man andeuten wollte, dass der Träger dieser Würde in allen 60 Traktaten des Talmuds wohl Bescheid wisse. — Mit der Frage des תשבי befasst sich näher Rappoport im ״Kerem Chemed“ 1839, Bd. IV, S. 225, Anm. Wir lassen ihn hier selber sprechen: שורש נאה בעברית הוא לרוב על מרח הרעה של ניבה רוח׳ ובכל זה נמצא על ה' כי גאה גאה. והוראה זו היא הנמצאה יותר בלשון סורית וערבית וגם פרסות (עי׳ יאהן) ושם מורה גדולה ויקר, כבוד מרבים וגם איזה משרה ופקודה (עי' געזעניוס) וזהו שרי גאים על נשיא בא״י וראש גולה בבבל(חוליןצ״בע״א) וממנו לרעתי הכגוי גאון שהוחל רק בימי ממשלת הערביאים, ולפי מה שחשבוהו עד כה מלשון גאון של מקרא, והיה תמוה מאד איך יכונה שם איש פרטי בשם מפשט, ומי שמע אומר בלשון עברי או ארמי אברהם תפארת או יצחק חכמה, והנה גאון הוא ממש כמו תפארת. אולם אני קורא גאון על משקל רחמן, ומשקל זה מצוי בלשון ערבית לרוב, והכוונה איש שהושם המשרה על שכמו. אעפ״י שכתבו אח״כ דרך מליצה גאון יעקב וכר'. Der Gaontitel scheint also demnach nicht hebräischen, sondern arabischen oder persischen Ursprungs zu sein. (Vgl. auch Graetz, Geschichte, Bd. V4 S. 127, Anm. 2, und S. 450 ff., Note 13). Wie später die Nagidwürde eine vom aegyptischen Kalifen eingeführte Institution war (vgl. Graetz, Gesch., Bd. IX4 S. 473ff., Note 1, und die hier angeführte Literatur), so wurde vermutlich die Gaonwürde, wie schon ihr Name darauf hindeutet, von einer nichtjiidfschen Behörde ins Leben gerufen, und zwar, wie Graetz, a. a. 0., Bd. V, S. 127, annimmt, vom Kalifen Ali (um 658) eingeführt. Der aegyptisch-arabische Titel ״Reis“, ריס, wurde von den Juden mit נגיך und der arabische Titel ***יי £אךן גאון Übersetzt. Der Morenutitel nahm, wie wir bald sehen werden, dieselbe Entwicklung. Ausser Luzzato (vgl. oben S. 9, Note 2) polemisiert gegfen Rappoports Behauptung Jellinek im Literaturblatt des ״Orient“ VI, S. 172/3, wowauf R. im ״Kerem Chemed“ VII, S. 268/9 erwidert, wogegen widerum S. Sachs (dass. Bd. VIII, S. 112) sich wendet. R’s Ansicht teilte mein verewigter Lehrer Dr. S. Eppenstein in Berlin, der kurz vor seinem allzufrüh erfolgten Tode mir mitteilte: ״ . . .Indes scheint mir doch jetzt, da die Perser dem Exilarchen den Titel Rabban verliehen und die Bezeichnung Gaon sich schon bei R. Chan an aus Iskia 585 findet, dass dieser Titel noch aus jener Zeit stammt und dann erst in die Meliza ראש ישיבת נאי[ יעקב überging“. Herr Rabb. Dr. J. Freimann macht mich u. a. noch auf einen diesbezüglichen Artikel, erschienen im Magazin I, S. 35, aufmerksam. Diese Zeitschrift steht mir leider nicht zur Verfügung. R. Jeaaja Berlin a. a. 0. polemisiert gegen die Behauptung des יתשבי dass der Talmud 60 Traktate enthalte, da laut der Aufzählung des Semag umfasse dieser 63 und laut der Aufzählung des Maimonides enthalte er 61 Traktate. Asulai (a. a. 0., אות רב אחאי) verweist auf die kabbalistischen Schriften, wie □יתקוני die ebenfalls 60 Traktate zählen. Asulai wie auch R