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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 71

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 71)
Language
German
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84 aber nicht über eine solche Summe zu verfügen hatte. Man mag auch, meint Back weiter, den falschen Verdacht gegen ihn gehegt haben, dass er um die geplante Flucht des Sohnes wusste, und dafür sollte man ihm so hart zugesetzt haben. Diese Plackereien bestärkten ihn in dem Entschlüsse, gleich vielen anderen auszuwandern, und das Ende der Verhaftung des Sohnes war die spätere Verhaftung des Vaters. Soweit Back. Allein diese Vermutung entbehrt jeglichen Beweises1)״, denn es bleibt immer noch rätselhaft, dass R. Juda b. Ascher, der durch seinen Vater sicherlich über den eigentlichen Grund der Verhaftung des R. Meir aus Rothenburg wohl unterrichtet war, und auch andere Chronisten so geheimnisvoll von dem ihnen bekannten Grund sprechen. R.Juda b. Ascher sagt nur: ,״כי המלך העליל עליו על עסק אחד —״ ״weil der König in einer Angelegenheit eine verleumderische Anklage gegen ihn erhoben hatte —2״). ^riei richtiger scheint uns daher das, was Wellesz3) sagt, zu sein. Wir lassen ihn hier selber sprechen: ״Nous connaissons son opinion (de R. M.) sur les fonctions accordees par le souverain et pouvons etre assures qu'il n’aurait pas accepte d'etre nomme par Pempereur d'Allemagne grand-rabbin des Juifs de Pempire“. _ Dann sagt Wellesz4): 11״ n'est pas possible de preciser la fausse accusation dont Meir redoutait la suite. II se peut qu;il ait promis au roi une somme considerable au nom des communautes, ou qu’il ait garanti cette somme et que n'ayant pu la reunir, il ait pris la fuite. On s* expliquer ait ainsi son emprisonnement. D’apres la loi allemande, le debiteur ou son garant pouvait etre incarcere aussi longtemps que le creancier n’avait pas ete desinteresse; la promesse constituait une Obligation et celui qui s’etait porte caution (fideiussio) repondait en tout pour le debiteur. On retenait meme son cadavre. Meir fut donc arrete comme otage, sans qu^on puisse dire si c;etait pour les emigrants, etc.a Diese Vermutungen stehen u. E. der Wahrheit am nächsten, nur müssen sie erst miteinander kombiniert und wie folgt ergänzt 1j Vgl. Wellesz, Meir b. Baruch de Rothenbourg, REJ, t. LXI, p. 53 ff. 2) Vgl. Gedalja ibn Jachja, ישלשלת הקבלה Zolkow 1802, S. und besonders David Gans, Zemach David, z. J. 5043. •) A. a. 0., S. 51. 4) Ibid. p. 52.

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