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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 48

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 48)
Language
German
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ii von Friedrich Barbarossa erhalten, und man sollte daraus schliessen, zumal viele italienische Rabbiner in früherer Zeit schon Morenu genannt wurden, dass diese ihren Ursprung aus Italien herleiten. Allein alle Historiker lassen diesen Titel nicht in Italien, sondern in Deutschland entstehen. 2. David Gans1), Heilprin2 *) und Asulai8) nennen als Begründer der neuern Semicha und des Morenutitels den berühmten Jakob Möllin (MahariP und seinen Lehrer R. Schalom in Wien. Demnach wäre diese Einrichtung in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden. Unsere genannten Historiker und Bibliographen aber haben es leider unterlassen, ihre Behauptung dureh Quellenangaben zu unterstützen. 3. Zunz4) meint: ״Als jeder mit Rabbi tituliert wurde5 * *) und das Ansehen der Rabbiner abgenommen hatte, sah man sich zur Einführung einer sogenannten Promotion, der alten Semicha ähnlich, genötigt, so dass es der mündlichen und schriftlichen Bestallung ausgezeichneter und allgemein angesehener Gesetzeslehrer bedurfte, um zu einem Rabbinate zu gelangen. Ohne von einer Synode beschlossen zu sein, setzte sich allmählich das Bedürfnis diesen Gebrauch in Frankreich nnd in Deutschland seit etwa 1360 fest; die Promotion geschah zunächst durch den Lehrer des Bewerbers; sie ward als eine Art venia docendi von seiten des Lehrers נטילת רשות מרבו angesehen und verteidigt, gemäss dem Grundsätze, dass ג) Zeraach David, ed. Warschau 1878, S. 54, s. v. Maharii. 2) Seder Ha־Doroth, ed. Warschau 1878, S. 233. 8) Schein Hagdolim, s. v. Maharii. 4) Zur Geschichte und Literatur, S. 185/6. ö) Dass jedermann mit Rabbi tituliert wurde, geschah, wie dies Simon Dur an (Aboth-Kommentar מגן אבות &) begründet, deshalb, um hierdurch das rabbinische Judentum vom Karäertum zu unterscheiden. ״Der heutige Gebrauch“, sagt er, Jedermann Rabbi zu nennen, schreibt sich von solchen Orten her, wo Karäer wohnen; er soll nämlich verhüten, jemanden für einen Karäer zu halten, da diese des R bbititels sich nicht bedienen.“ 1מה שנהגו בדורות הללו לקרוא לכל אדם רבי נפל זה המנהג מהמקימית שיש בהם קראים כדי שלא יטעו לומר זה האיש הוא מהקראין כי הם אינם נוהגים בשם זה וקורין למי שאינו מהם רבן. Zitiert bei Zunz, a. a. 0. S. 185, Note c.; vgl. jedoch dagegen Zunz, Ritus, S. 158, der nachweist, dass auch die Karäer den Gaon- und Rabbititel angenommen haben.

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