Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 267)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/2781487
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Sich auch bei der Erwähnung der עריות eingeschlichen hatte, und die6em Irrtum musste Einhalt geboten werden. Nun ist hier noch als Letztes die bereits erwähnte Erklärung des מהרש״א zu erörtern. Er meint, die Umschreibungen seien au! göttlichen Befehl nur an denjenigen Stellen und in denjenigen Büchern angewandt worden, aus welchen die Haphtara-Abschnitte genommen wurden. Damit will er die Frage beantworten, wieso P8. 45. lö, Dan. 5. 2. 3. 23 und Nech. 2. 6 das Substantiv שגל nicht umschrieben und keine schicklichere Form gewählt ist. Da die Uagiographen-Bücher nicht für diesen Zweck gebraucht wurden, musste eine Umschreibung in ihnen nicht vorgeschrieben sein. Diese Auffassung ist aber m. E. unhaltbar.• Selbst wenn man annehmen wollte, dass die Umschreibungen in den Büchern vorgenommen wurden, welche den Text für die Haphtaroth lieferten, obwohl die bezüglichen Abschnitte selbst keine Haphtaroth bildeten (wie dies bei den meisten der Fall ist), so müsste doch mindestens in den Psalmen das Substantiv שגל geändert worden sein, da doch die Davidischen Gesänge zum Ruhme des Schöpfers im Tempel und später in den Synagogen gesungen resp. rezitiert werden. Im Talmud Schabbath 116b wird uns berichtet: בנהרדעא פסקי סדרא בכתובים במנחתא דשבתא ״in Nehardea hat man zum Minchagebet am Schabbath einen Haphtaraabschnitt aus den Hagiographen vorgelesen“ 1). Demnach hätte man also auch Veranlassung genug gehabt, für die obscönen Ausdrücke in den hagiographischen Büchern schicklichere zu substituieren- Es ist demnach unbedingt nötig, hier einen anderen Weg einzuschlagen, welchen uns der Talmud Rosch ba-Schanah 4a vorschreibt, und welchen schon Raschi, Eimchi, Ibn Esra und andere Erklärer beschritten haben. Der Talmud übersetzt dort שגל nach der ersten Erklärung mit כלבתא, Hündin, nach einer zweiten, allerdings nicht für die Stelle Nechemja 2. 5 gültigen, mit מלכתא, Königin. Beide Bedeutungen haben nichts Obscönes an sich, sodass also kein göttlicher Befehl vorzuliegen notwendig war, ein anderes Wort als Randlesart anzuzeichnen. Jakobs (die Qeri Kethib im *) Siehe die Erklärung dieses Ausspruches in Tosaphoth Schabbath 24a und MegiUa 21a. ״ ׳•! . -