Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 262)
- Language
- German
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259 haben (Substantiv t'hora). חורים» ist also eine schicklichere Ausdrucksform für עסלים, da es im Grunde genommen nichts anderes bedeutet als ״Hervorgekommene^, während in עפליס die Grundform und Grundbedeutung doch scheinbar etwas Obscönes war, von welcher dann die Derivate abgeleitet sind. 5) הדיונים. Der Stamm dieses Wortes ist חרא (arab. h’ra), seine Notdurft verrichten, so nach Gesenius. Im arabischen existieren ähnliche Formen, welche mit dieser in Zusammenhang zu bringen sind: chauränun After, chaurun Ausfluss des Flusses. חך־, Mid, würde also bedeuten: Das aus jenem Körperteil hervorgekommene, und hiervon abgeleitet wird מרחאות und הוריהם. Da man es für anstössig hielt, dies an jenen Körperteil erinnernde Wort auszusprechen, hat man als Q. דביונים überliefert. 6) רביונים. ßaschi bemerkt schon im Talmud, dass der erste Teil dieses Kompositums von dem hebr. זוב, fliessen. abzuleiten ist (הזב מן היונים), arab. dab verschmachten, 8yr. dab fliessen. Ebenso schreibt Gesenius. Falsch ist es, wenn Geiger übersetzen will: welke Blätter. Sein Beweis, dass die Alten diese Bedeutung erkannt haben, weil es in der Sifrestelle zu Deut. 33.25 heisst: שתהא ארץ ישראל מליאה דנן ותירוש ויצהר וכל הארצות דוב אות למלאות אותה כסף וזהב (Palästina wird angefüllt sein mit Getreide, Most und Öl, alle Länder aber welk, weil sie es mit Silber und Gold anfüllen müssen, d. h. von ihm kaufen) beruht auf der erwähnten falschen Übersetzung; denn tatsächlich ist der Sinn dieses Ausspruches der, dass die übrigen Länder gleichsam von Silber und Gold fliessen, welches sie nach Palästina bringen.. Nach Geigers Übersetzung hätte es auch keinen Sinn, wenn es im Sifre zu Deut. 11. 14 heisst: מניד שהיו כל הארצות דובאות כסף וזהב לארץ ישראל. 7) שיניהם, sing. שין oder שץ, bedeutet nach Gesenius .,Urin‘, und zwar soll es von שין (part. Hiph. משתין) abzuleiten sein. 8) צואה, Exkremente. Das Wort kommt auch im Text ohne Q. sehr häufig vor. Auch die Mischna-Sprache gebraucht das Wort. Von צואה ist abzuleiten מוצאה. Was für eine Bewandtnis hat es nun mit diesen Q.? Warum sind an den erwähnten Stellen die genannten Wörter, welche für obscön gehalten wurden, im Q. durch andere ersetzt worden? Es wird wohl niemand auf die Idee kommen, dass diese Ausdrücke des Q. 17•