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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 257

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 257)
Language
German
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254 Die Einfügung des Wortes איש in 2. Sam. 16. 23 als Kor׳ rektur aufgefasst, ist ebenfalls unnötig. Die meisten oder wohl alle Erklärer, welche den Standpunkt vertreten, dass wir es bei den Q. w. K. mit Korrekturen zu tun haben, sind wohl der Ansicht, dass die Einführung der Punktation jüngeren Datums sei. Man hätte, nach dem Konsonantentext zu urteilen, unbesorgt lesen können כאשר ח^ואל, also passivische Form, sodass ein Substantiv überhaupt nicht notwendig gewesen wäre. Aber selbst, wenn man die Anschauung vertritt, dass bei der ״Einführung“ der Q. w. K. die Vokalisation bereits existierte, ist ein Substantiv nicht unbedingt erforderlich. Wir begegnen nämlich in dem biblischen Schrifttum sehr vielen Sätzen, in welchen das Verbum genannt ist, ohne Beziehnng auf ein Substantiv zu haben, obwohl dies zu erwarten wäre, z. B. Gen. 48.1.2. — Alsehich erklärt die Stelle in der Weise: Nach dem K. sollte angedeutet werden, der Rat Achitophel’s sei so gewesen, als wenn er selbst das Wort Gottes befragt hätte. Dass hierin gleichzeitig ein Lob für Achitophel liegt, scheint Geiger — der sich dieser Erklärung' anschliesst, allerdings ohne den Autor za nennen, obwohl er auf jer. Sanhedrin 10. 2 hinweist, also den Erklärer das., der die Worte von Alsehich zitiert, gesehen haben müsste — nicht aufgefallen zu sein. Der Talmud daselbt bemerkt, איש קרי ולא כתיב, לא יכלו הכתובים לקרותו איש, scheint also das איש auf Achitophel zu beziehen, so auch Midrasch Tehillim zu Ps. 3 in einer anderen Ausführung: איש קרי ולא כתיב, שלא היה איש אלא 1מלאך). Die Einschiebung des Wortes כני in Ri. 20.13 als Korrektur aufzufassen, erledigt sich von selbst. Wenn man c. 20 und 21 sorgfältig durchliest, so wird man bemerken, dass an anderen Stellen in diesen Kapiteln, an welchen dieses eingefügte Wort ebenso viel oder ebenso wenig notwendig gewesen wäre, wie in v. 13, dies nicht geschehen ist *). 1J Die Dikd. Hat. erklären es auf eine andere Weise: חסרו הכתוב איש בפנים, כי בן אדם מחוסר מד׳(תחלים ח׳ ו׳), ולא עצתו תקום כעצת ד‘ כי עצת אדם בחקירה ומחשבה לא מפי ד‘ לכך חיסר הכתוב מבפנים איש ותלה לי הכתוב מבחוץ, שאם זכה מעשיו ועשה לשם שמים תהיה עצתו כדבר ד‘. *> ibid.: חיסר הכתוב בני, כי עשו תבל זמה ונבלה בישראל וראוי להם לגרוע יחוסן מבנימין הצדיק ולהרחיקם מתולדתו ומכללו, ולא בינם בני בנימין׳ כי לא אבו לשמוע בקול אביהם, ובשאר מקומות שקראם בני בנימץ נתי להם

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