Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 248)
- Language
- German
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ו Wien« das Q. die bessere Lesart sein sollte, dann wäre es wohl ח das Richtigste gewesen, das Q. in den Text zu setzen und das K.! alis 1 Raadlesart zu schreiben; und zweitens würde dann nieiit die Vorschrift bestehe^, dass eine Gesetzesrolle, welche nach dem Q. « angefertigt worden ist, zum Vorlesen beim Gottesdienst untauglich äst». (Maimonides, Jad hachasaka Hilchotb Sefer Thora 7.11: : אבל אם כתב חמלא חסר או החסר מלא או שכתב מלה שהיא:^ קרי מון שבתב ישבבנה במקום ישגלבה ובננחרים במקוס ■ובעפלים וביוצא-בהן^ ׳^וי . שמלמדים i הרי זה פסול ואין בו קדושת ספר תורה בלל אלא :כחומש מן ־החומשין בה הת?נוקוחתו, vgl. auch Schulchan Arucb Jore Deah 275. 5). In beiden Talmuden bauen sich auf den K. des öfteren balachische Deduktionen י auf, 1üi\* einzelne Bestimmungen und Vorschriften des religiösen Lebens mit gesetzlicher Entscheidungskraft sind sie die ureigent- ־ liehe Quelle (z. B. Sanbedritt 73 a, Megilla 3 b, Schebuotb 16 a, Chullin 65 a, jerj Sanhedrin 7. 11). Es wäre ein Widerspruch in rsieh selbst, *wenn man an eine Lesart^ welche nicht anerkannt war, -dieseVorschriften angeknüpft hätte.! u ז Als־ eibes Folge'1 cter Bevorzugung des Q. seitens der Juden 1sah GWsbniuS (Gi^ni. § 17) den Gebrauch der jüdischen Masorethen t! an, die Vokale1 deif Räüdlesärt unter das K. zu setzen1). Diese Ver- 111rfrütting י' dhrHe!'äberlnicht׳''stichhaltig" sein; das Q. musste in seiner Eigenschaft als Randlesart ah' den Rand gesetzt werden, konnte 1beim Lesen also1 leicht übersehen werden. Um dies zu vermeiden, bedienten'sie sich des vörierwähnten Gebrauches. Wenn also jemand das Worf גלון (Jos. 20.8) mit Cholem und Kamez vokalisiert sah, wurde seine‘Aufmerksamkeit waehgerufen, weil er den Konsonanten entsprechend die umgekehrte Reihenfolge erwartet hätte, und er würde hierdurch unwillkürlich zur weiteren Umschau angeregt. Wenn Cörniil (Einleitung S. 314) aus der für ihn feststehenden Tatsache, dass die Targümim im allgemeinen mit dem Q. gegen das K. übereihstimmen. einen Beweis für die Richtigkeit der Randlesart oder wenigstens für die Bevorzugung derselben herleiten will, §0 i^t ihm hierauf folgendes zu erwidern: 1) Man kann aus einer V11! .1t. 1) S. auch Gesepius, Geschichte der hebr. Sprache, S. 75, der das K. für schwierigere Lesart hält; demnach würde eigentlich ״nach dem alten ך .Jüdischen Canon, dass be!y gleicher Autorität der schwierigeren Lesart der 0 ,Vorzug: ,gebühre, das Übergewicht auf Seiten des K. sein“.