Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 245)
- Language
- German
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- Job 2× ep/1005326
- Rashi 2× ep/2781487
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/ 242 selbst bei der von ihm zitierten Stelle 2. Chr. 22. 10 auffallen müssen; Raschi kann doch nicht von sich selbst schreiben: ורבינו שלמה זצ״ל פירש. Ferner entspricht es nicht den Tatsachen, dass nach ״Raschi“ das K. der Mikra, dem Q. der Masoreth entspricht. Aus ״Raschi“ ist gerade das Gegenteil ersichtlich. Als Q. steht ia Ijob שדון, das K. hat שדין und ״Raschi“ bemerkt: :ויש אם למסרת שדין כתיב, d. h. also das Wort שדין, wie es nach dem K. zu schreiben ist, entspricht der Masoreth. Genau dasselbe ist in der Erklärung ״Raschi's" zu 2. Chr. 22. 10 zu konstatieren. Wie Hupfeid auf Grund dieser Stellen zur gegenteiligen Auffassung kommen konnte, ist unbegreiflich. Hupfeid wundert sich, dass das Q. und K. mit Mikra und Masoreth resp. Masoreth und Mikra zu identifizieren sei. Wenn* er die Erklärungen Rascbi's zu den diesbezüglichen Stellen im Talmud nachgelesen hätte, wäre ihm dieselbe Auffassung auch noch anderwärts begegnet1). Die Aufregung Hupfeld’s über die Identifizierung von Mikra und Masoreth mit Q. und K. ist nur dadurch zu verstehen, dass er eben glaubt, Raschi habe wie er und die meisten Gelehrten seiner Zeit die Q. K. als tatsächliche Varianten oder Korrekturen betrachtet. Auf den Gedanken, dass Q. und K. nach ״Raschi“ zwei vollgültige, vollständig gleichberechtigte Lesarten sein könnten, ist Hupfeid nicht gekommen. Die ■*_ . ‘ einem der Schüler Saadia’s herriihre, denn Saadia lebte von 892—942, während der erwähnte R. Isak ben Samuel um die Mitte des 12. Jahrhunderts lebte. Aus demselben Grund kann er auch nicht Raschi zum Verfasser haben. Seligfiohn in der Jewish Encyclopedia Bd. VII schreibt, dass dei Kommentar vor 1140 in Narbonne erschienen, resp. verfasst worden sei. Vgl. auch Zunz in seiner Zeitschrift, 1. Bd. S. 344, dazu die Übersetzung von Bloch .תולדות רש" ו (Lemberg 1840, S. 14 b ff.) und Zunz, zur Geschichte und Literatur (Berlin 1919, S. 73). — Auch der Kommentar za Ijob stammt nicht von Raschi, wie schon Seder ba־Doroth dorts. bemerkt, doch habe ich nicht gefunden, dass in dem Kommentar Raschi zitiert wird, wie er dort schreibt. Es werden aber andere Gelehrte zitiert, welche nach Raschis Zeit lebten, so R. Meschullam ben Nathan, der Arzt von Melun, welcher 1120 in Narbonne geboren ist (6. ■7), Rabbenu Tarn (23. 30) u. a.; Ausserdem ist die ganze Anlage des Koramentars eine solche, die nicht der gewöhnlichen Erklärungsweise von Raschi entspricht. Fremde Ausdrucksweisen sind z. B. 21.20, 32.3. (Wer in 40.20 die fälschliche Bemerkung zugesetzt hat, dass von dort an erst der Kommentar nicht von Raschi ist, weiss ich nicht.) *) 8. z. B. Raschi Sanhedr« 73 a, ferner Tosaphot Kidduschin 18 b, &• Isak Arama, Akedath Jizchak c. 86, der ähulich zu Jer, 2. 20 erklärt.