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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 244

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 244)
Language
German
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241! di$,jprag£1;i^ nur. welche vo11׳ beiden zur Auslegung vorzuzieben ist,~wenn diese. sieb widersprechen.) Die Worte Hupfeids, auf welche die folgende Abhandlung hauptsächlich Bezug nimmt, seien hier im Wortlaut zitiert: ״Im ersteren Fall bezeichnet die Mikra di^. kirchlich-hergebrachte und zwar grammatisch seltenere oder scbw,er£re Vokalisation, die Masoreth eine andere, den Konsonanten nacjh ebenfalls mögliche Vokalisation und zwar näher liegend leichtere f z. B. יראה (;Ex. 23. 17) Mikra ו־אח:., Mas. יאכל;יךאה (Ex. 12. 46) Mi^ra ריאכל Mas. יאכל usw. Hiernach scheint allerdings nichts klarem, als dass die Masoreth eine erleichternde Lesart nach der Art der späteren masorethischen Qeri's ist: also wirklich eine kritische Variante, die ihren Namen von ihrer Überlieferung in den Schulen der Gelehrten hat. Diesen Sprachgebrauch scheint $ueh das Beispiel des Baschi zu bestätigen, der in seinem Kommentar zu % Chr. 20. 10 und Ijob 19. 29 die Formel auf das Verhältnis des Q. und K. anwendet (nämlich so, dass das K. durch Mikra, dass Q. durch Masoreth bezeichnet wird). Hupfeid führt dann weiterhin mit Recht aus, dass die beiden anfangs erwähnten Formeln keineswegs kritische Varianten sind, sondern nur ״theologischjuridische Varianten“, d. h. in der talmudischen Lehrart als Beweismittel kontroverser Modifikationen der kirchlichen Lesart, in solchen Wörtern, wo die urkundliche Schreibung zunächst auf eine andere Lesung führen würde —, eine Anschauung, welche die allein richtige ist und auch tatsächlich von jüdischen und christlichen Gelehrten anerkannt wird.“ So weit Hupfeid.— ״j Abgesehen.von der Tatsache, dass die sogenannte Rasebi- Erklärung von Ijob und den Büchern der Chronik tatsächlich nicht R. Salomo Jizchaki (Raschi) zum Verfasser hat1), hätte dies ihm;i:ף ־; Wer tatsächlich der Verfasser des Kommentars zu den Büchern der Chroiiik ist, steht nicht ganz fest. Vgl. Asulai, Schern ha־€redohm, welcher auf Tosaphot in Joma 9 a verweist, welche bemerken, dass sie in einem von den Schülern Saadia Gaon’s verfassten Kommentar zu den Büchern der Chronik gefunden haben, dass der 1. Chr: 5. 39 erwähnte Asarja nicht zur Zeit des 1 KönigsSalomo gelebt hat, dine Bemerkung, welche sich auch in unserer ״RiäScl#“erklärang dtrtselbst findet. Seder ha-Doroth (Karlsruhe 1769, S. 177); > weistuhltfn auf Raschi4^ 2. Chr. 24.14, wo eine Erklärung des B. I3ak ben Samuel aus Narbonne erwähnt wird. Jad Maleacht ist auch der Ansicht, das®15 dieser Kommentar nicht yon Raschisei, sondernvon einem seiner Schüler oder noch späteren Gelehrten!. OEs dürfte, feststehen, dass der Kommentar nicht von H Jahrbuch der Jüdisch-Literarisoheu Gesellschaft XV. 16

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