Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 238)
- Language
- German
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235 3) Deut. 22. 19 — Kethuboth 40b: אמר ריש לקיש המוציא שם דע על הקטנה פטור, שנאמר ונתנו לאבי הנערה, נערה מלא דיבר הכתוב, während es zu Vers 15 heisst: אמר ריש לקיש נער אפילו קטנה במשמע. R. Simeon ben Lakisch sagt nach der Ansicht des R. Meir: Wer Unwahrheiten über die Jungfräulichkeit seiner Frau, welche noch nicht die Zeichen der Orossjährigkeit besitzt, ausgesprochen hat, ist frei von der Geldstrafe, weil unter נערה nur eine grossjährige Frau verstanden ist. (נערה steht in V. 19 mit He), während nach der Ansicht der Rabbanan die Strafe ja zu zahlen ist, weil unter dem in V. 15 ohne He geschriebenen naara auch eine Nicht-Volljährige zu versteheu ist. 4) 1. Sam. 2. 9 — Joma 38 b: רבי הייה דידיה אמר מהבא, רגלי חסידיו ישמר; חסידיו טובא משמע? אמר רב נחמן בר יצחק הסירו כתיב. Durch das Vorhandensein auch nur eines einzigen Gerechten, sagt der Talmud, ist der Bestand der Welt gesichert, und R. Chija lehnt diesen Satz in midraschischer Deutungsweise an das Schriftwortan: Des Ewigen sind die Pfeiler der Erde, auf die er den Erdball gestelltx), wegen * 2) seines Gerechten (R. Nachman macht darauf aufmerksam, dass das K. im Singular steht) hütet er. 5) 1. Sam. 7. 9 — Aboda sara 24b: ,אמר רב אדא בר אהבה מנין לעולה בקבה שהיא כשרה בבמת יחיד? שנאמר ויקה שמואל טלה חלב אחד מ ויעלהו עולה. ויעלהו זכר משמע? אמר רב נחמן בר יצחק ויעלה כתיב Woher weiss man, dass zum Ganzopfer auf der Anhöhe, welche ein Einzelner für sich errichtet hat, auch ein weibliches Tier geeignet ist, weil es heisst: Und es nahm Samuel ein Milchlamm und brachte es als Ganzopfer dar, was von R. Nachman dahin erklärt wird, dass bei dem Wort ויעלהו das Suffix der masc. Form weggelassen ist. 6) 1. Sam. 22. 18 — Sanhedrin 106 b: ,כתיב דואג וכתיב דוייג אמר רבי יוחנן בתחילה יושב הקב־ה ודואג שמא יצא זה לתרבות רעה, לאחר שיצא אומר ויי שיצא זה. Rabbi Jochanan sagt: Gott wartet am Anfang immer ab und fürchtet (abgeleitet von דאג), dass irgend ein Mensch die schiefe Bahn des Lebens einschlagen würde; sobald aber tatsächlich jemand abgeirrt ist, da ruft Gott *Wehea (ויי) ausa). *) Wenn dieser Vers auch von R. Chija nicht zitiert wird, so dürfte er doch zam Verständnis dieser Agada erforderlich sein. 2) Nach Raschi, verglichen mit Gen. 30. 30. s) In unseren Ausgaben steht das K. meist nur mit einem Jod.