Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 235)
- Language
- German
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232 bei den plena und defektiva und den anderen dort erwähnten Ausnahmen angibt, trifft nicht zu: es käme daher, weil der Sinn des Wortes durch sie nicht geändert wird. Wie später näher ausgeführt werden wird, haben, erstens, die Q. K. nicht den Charakter zweier Lesarten, auch ist das Q. nicht eine Korrektur des K. und zweitens wird allerdings der Sinn des Wortes durch die plena und defektiva nicht geändert, wohl aber würden sie als Q. K. die Folgerungen und Deutungen, welche aus ihnen entnommen sind, ändern. Nach meiner Ansicht liegt überhaupt keine Notwendigkeit vor, einen Grund anzugeben, warum bei den erwähnten Formen kein Q. K. anzutreffen ist; denn sonst hätte Levita sich auch bemühen müssen, einen Grund zu finden, warum z. B. niemals im Q. ein Samech zu lesen ist, welches im K. nicht verzeichnet ist, oder woher es kommt, dass niemals das Q. ein Pe hat, wo im K. ein Mem steht, während das umgekehrte wohl anzutreffen ist1). § II. ft. und K. im Talmud. Viele den Masoreten zugeschriebene Anmerkungen, ״Verbesserungen“ und ähnliche Begleiterscheinungen des älttestamentalischen Textes sind dem Talmud hinreichend bekannt gewesen2). Vom Q. K. handeln hauptsächlich zwei Stellen: Nedarim 37b, der Aus- Spruch des R. Jizchak, welcher von dem Q. w. K. und K. w. Q. spricht, und welcher später (§ V) behandelt werden wird, Megilla 25b, wo von den euphemistisch.en Q. die Rede ist (8. § VI). Dies sind aber nur zwei resp. drei bestimmte Klassen der Q. K., welche dort besprochen werden. Hat aber der Talmud auch von den übrigen Q. K. Kenntnis gehabt? Die Frage ist zu bejahen. Der Talmud zitiert häufig die Verse nach dem Q., weniger oft nach dem K , vielfach erwähnt er aber beide Lesarten. Wenn man die diesbezüglichen Stellen in den beiden Talmuden nacbliest, kann man die Beobachtung machen, dass meistens nach den Q. zitiert wird. ף S. oben § I, II, Nr. i. 2) Eine Einleitung, die in ausgiebigem Masse u. a. auch diese Angaben bespricht, konnte wegen Raummangel nicht zum Abdruck kommen. Ausserdem ist ein Teil meiner Ausführungen inzwischen durch eine Arbeit von Ehrentreu (Jeschurun, Berlin 1922) unnötig geworden.