Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 176)
- Language
- German
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173 Synagoge ebenfalls eine Gollecte für die anwesende Saltzburgiscbe Emigranten gemacliet und dieses auf Göttlich Gebet 5. B. M. 10 Cap. Y 18 Agit causam pupilae et viduae etamat peregrinum danto Et cebum Et vestimentnm von ihnen fandiret worden; So sind 2043/4 Ellen Leinwand von ihnen zusammengebracht nnd solche am gehörigen Ort abgeliefert worden. Berlin, 7. May 1732 Benedict Mayer. Zu einer andern Zeit hörte ein , armer Jude, Samuel Joseph, einen Saltzburgischen Knaben, Hans Laupuhlern, examinieren. Und er ward durch die fertige Antworten dieses Knaben dermassen gerühret, dass er des anderen Tages einen Reiehsthaler brachte und dabey bat: man möchte doch das wenige unter lauter Kinder vertheilen. Überhaupt hat man hier in Berlin grosse Bewunderung unter den Juden über dieses Werk angemerket. Viele haben dabey mit grosser Bewegung ausgeruhfen: ״dass Gott was wichtiges Vorhaben müsse, und dass dieses nicht von ohngeiähr geschehen könne. Und freilich hat Gott“ — so schliesst er seine Berichte von den Juden im ersten Bande, — ״was Wichtiges vor! Wollte Gott! dass auch sie darauf merketen, und von der Finsterniss (sic) sich bekehrten zu dem wunderbaren Lichte.“ Im zweiten Bande (erschienen 1737) enthält wieder das dritte Kapitel (S. 211) eine weitere Schilderung ״Wie die Saltzburger au! ihrer Wanderschaft von Berlin bis in Preussen von den Juden auf genommen. ״״ 1 §״ Unsere Saltzburger“, erzählt da Göcking ״haben auf ihrer Wanderschaft von Berlin bis Preussen nicht viel Orter betreten, darinnen Juden wohnen. Folglich wird unsere Erzehlung von dem Verhalten der Juden gegen diese Pilgrim gantz kurtz seyn. In dem ersten Teil dieser Geschichte hat man noch das Bezeugen eines Juden in Koburg gegen diese Pilgrimm vergessen. Dieser Jude, der nicht weit von der Stadt wohnet, schickte am 21. Juni 1732, als man vor die Saltzburger eine Collecte sammelte, zwey Gulden aufs Rath-Haus, mit dieser Überschrift: Standhaften, armen, vertriebenen Leuten ein klein Präsent. Dessgleichen thaten auch eben damals die Würtzburgischen und Bambergiscben Juden, welche durch Coburgische Bürger etliche Gulden und Thaler überreichen Hessen. Fast nirgends hat sich ein Jude gefunden, der diese Betrübten noch weiter betrübet hätte. Ein eintziger wollte sich