Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 114)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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111 fällt. Unmittelbar vor diesem Verse heisst es ותקרבון אלי כלכם ״ ותאמרו וכרIhr tratet alle an mich heran und sprächet: Wir wollen Männer vor uns herschicken, die für uns das Land auskundschaften sollen usw.“ Dazu macht Raschi nach dem Sifre die schöne und treffende Bemerkung: Man vergleiche dieses ותקדבוץ mit dem weiterhin Kap. 5, 20 stehenden. Dort nach der Offenbarung heisst es: ותקרבון אלי כל ראשי שבטיכם מקניכם, hier dagegen ותקרבון אלי כלכם, und man erkennt sogleich den Unterschied zwischen beiden, dort war es eine קריבה הוגנת ein anständiges, gebührliches Ansuchen, mit dem sie an Mosche herantraten. Da kamen zuerst die Häupter der Stämme, dann die Ältesten und dann das übrige Volk. Hier aber war es eine קריבה של ערבוביא, ein wirrer Haufe, der Moses überfiel. Die Jungen verdrängten die Alten und führten das grosse Wort. Soweit Raschi. Noch in anderer Beziehung zeigt sich ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden קריבות. Hier bei den Kundschaftern heisst es ״ וייטב בעיני הדברdie Sache erschien gut in meinen Augen.“ Da bemerkt Raschi: בעיני ולא בעיני המקום ״in meinen Augen, nicht aber in den Augen des Allgegenwärtigen.“ Das ist ein deutlicher Hinweis auf die andere קריבה, bei der Offenbarung, wo Gött selbst gesagt hat: ״ הטיבו אשד דברוGut ist, was sie gesprochen haben,“ d. h. es war ein berechtigtes Verlangen. Dieses הטיבו fehlt hier, weil sie Unberechtigtes verlangten und da« durch Mangel an Gottvertrauen zeigten. Und noch mehr. Dort bei der Offenbarung heisst es וישמע ה, את קול דבריכם... ויאמר ה, אלי שמעתי את קול דברי העם הזה. Dieses zweimalige קול ist doch scheinbar überflüssig. Es würde doch nichts fehlen, wenn es nicht stehen würde. In der Tat ist es aber sehr wichtig und bedeutsam. ״Der Ton ist es, der die Musik macht“. Bei einem solchen Verlangen kommt es auf den Ton an, in welehern es vorgetragen wird. Der Ton, in welchem sie dieses Verlangen vorbrachten, war ein bescheidener, demütig bittender, und deshalb steht שמעתי את קול דברי העם הזה. Demgegenüber heisst es bei dem Verlangen zur Aussendung der Kundsehafter, bei der anderen קריבה (Kap. 1, 37) וישמע ה' את קול דבריכם. Nicht nur ihr Auftreten, sondern auch der Ton ihrer Rede war ein unanständiger. ״Der Ew. hörte den Ton eurer Worte und war erzürnt . . . u Wenn Mosche dennoch sagte, die Sache erschien gut in meinen Augen, so bemerkt schon Raschi, dass er das nur gesägt hat in