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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 112

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 112)
Language
German
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109 d. h. die Worte טמא טמאה (das Wort טמאות ist offenbar Druckfehler statt טמאה) in dieser Misehna sind überflüssig, demnach zu streichen. In kritischer Hinsicht ist diese Glosse weniger anfechtbar als die oben erwähnte Korrektur; denn Worte ins gerade Gegenteil zu verwandeln ist kritisch bedenklicher als Worte zu streichen. Das Ergebnis beider Emendationen ist in halachischer Beziehung gleich und nimmt Stellung gegen die Ansicht aller ראשונים. Der Widerspruch der beiden Glossen legt die Vermutung nahe, dass der Bearbeiter des Elia rabba, der nach dem Gedachtnis die aus dem Munde seines Lehrers vernommenen Erklärungen niederschrieb, sie nicht immer ganz getreu wiedergegeben bat. Er selbst schreibt ja an manchen Stellen z. B. Oholoth XI 8, Negaim I 4, dass er sich nicht mehr genau der Worte seines Lehrers erinnere. Auch in anderen Werken des Gaon finden sich Stellen, die zu derartigen Erwägungen Anlass geben. Ich erwähne z. B. seine Bemerkung im gleichen Perek, 7. Misehna. Da heisst es: ר יהודה ״ אומר הגדולה של ארץ ישראל היא הבינונית שבמדינותdie grosse Feige in Erez Jisroel hat die Grösse der mittelgrossen Feige in anderen Ländern.4' Dazu heisst es im Elia rabba: הקמנה שבא״י גוסינן דבא״י ״ הן גדולות משאר המדינותEs muss heissen: die kleine Feige in Erez Jisroel. . . , denn in Erez Jisroel sind die Feigen grösser als in anderen Ländern 44 Ob diese Emendation wirklich vom Gaon selbst stammt, muss zweifelhaft erscheinen, denn ihre Begründung steht auf sehr schwachen Füssen. Gewiss zur Zeit des Mikdascb, solange die ברכה im Lande herrschte, waren seine Früchte wegen ihrer Grösse berühmt. Aber nach der Zerstörung des Tempels hat es diesen Vorrang wie so vieles andere eingebüsst und an die Nachbarländer abgetreten nach dem Spruch אמלאה החרבה Pesachim 42 b. Derselbe R. Jehuda, der Autor dieses Satzes, sagt dort, dass die Fruchtbarkeit des Landes und die Qualität seiner Früchte — בראשונה — in früherer Zeit vorzüglicher war als in der Jetztzeit. In demselben Sinne ist auch sein Ausspruch in der Misehna zu verstehen, sodass zur Änderung des Textes kein Grund vorliegt. .וצ״ע י \ Obiges war bereits niedergeschrieben, als ich naehträgüeh in den כללי הגמרא (ganz am Ende) von R. Josef Karo folgende Be-

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