Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 96

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 96)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3486266-3486287--5879-3492252
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

93 in Frankfurt sieb aufhielt. R. Mose ist kein anderer als der gefeierte Kommentator des jerusalemisehen Talmuds, der Verfasser des פד משה und מראה הפנים. Er wird zuerst um 1727 als Lehrer des damals etwa siebenjährigen R. Elia, des ״Wilnaer Gaons“, genannt. Damals lebte er in Keidany (nördl. von Kowno), jedoch nicht als Gemeinderabbiner. ״Kalvarde“ deutet möglicherweise auf Kalwarija (südw. von Kowno) hin, das vielleicht seine Geburts- ' stadt war. Der Name Margolies ist dort auch anderweitig bezeugt. R. Mose war Rabbiner in mehreren Gemeinden Samogitiens und hielt sich sodann in Amsterdam auf. Hier erteilte ihm der Rabbiner R. Arje Lob eine Empfehlung für den Druck des Jeruschalmi- Kommentars am 26. Kislew 1751 und empfahl ihn bei der Vollendüng des Druckes noch einmal am 7. Tischri 1754, zur selben Zeit auch der dortige sefardische Rabbiner R. Isaak Chajim Abendana de Britto. Der erstgenannte sowie dessen Schwiegersohn, der Haager Rabbiner R. Saul, und der Hildesheimer Rabbiner R. Zebi Hirsch Oppenheim unterstützten auch den Druck, ebenso die Frauen der beiden letzteren. Das gleiche taten Bendit Cleef und seine Frau Gitel in Nymwegen, solange R. Mose dort mit seinem Werke beschäftigt war, dessen Sohn Elia Cleef und Frau, sein Schwiegersohn Gumpel Cleef und dessen Frau in Amsterdam, die Brüder Benjamin und Samuel Pollack, Jona Katz in Amesfort und dessen Sohn Benjamin. In London fand er Beihnlfe bei den Portugiesen Isaak ha־Cohen Delmonte, Mose ha-Cohen di אזיוידו und Benjamin Mendez da Costa. Vollendet wurde der Kommentar zur Ordnung נשים am 11. Nissan 1754; die Vorrede stammt vom 8. Tischri desselben Jahres. Er unterzeichnet sie ולע״ע טרוד בעבודת הקדש על העבודה ועל התורה פה אמשטרדם. Das scheint anzudeuten, dass er hier ein Amt bekleidet hat. Er kehrte noch einmal in die \ Heimat zurück und besuchte Wilna, wo R. Elia ihm hohe Ehre bezeigte. Am Rüsttage zum Monate Ab 1765 befand er sich auf der Durchreise, vermutlich nach Italien, in i’Isle, südlich von Carpentras, approbierte hier an diesem Tage das Machsor Avignon, Amsterdam 1766, und wird hierbei als Rabbinatsassessor bezeichnet. So gewinnt die Annahme an Wahrscheinlichkeit, dass er in Amsterdam ein rabbi״isches Amt bekleidet haben mag. Seinen Kommentar zum Jeruschalmi Ordnung נזיקין vollendete er in Italien am 3. Ab 1770; er erschien in Livorno in demselben Jahre. Im Vorworte

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.