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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 93

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 93)
Language
German
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90 des Arztes habe den Verfasser dazu gedrängt, seine Glaubensgenossen zur Vorsicht zu mahnen, und seine Liebe zur Wahrheit zur Veröffentlichung der gegensätzlichen Ansicht des Rabbiners (Vorw.). Er war Arzt am christlichen Armenhospital (S. 4 b). Sein Vater starb 1783/4 (das.). Aus der Schrift ist ersichtlich, dass er ein talmudkundiger Mann war. In Bescheidenheit will er seinen Traktat nicht als ein Aufzwingen seiner Meinung betrachtet sondern ihn behufs Prüfung seitens der Rabbiner geschrieben wissen (S. 23 b). Er publizierte noch ״Erfahrungen von dem Extractum Lactucae virosae als einem sicher und geschwind wirkenden Mittel in dem Asthma convulsivum oder der Angina pectoris“ (Hufelands Journal 1809), ״über die Wirkung eines neuen Mercurialpräparats in venerischen Krankheiten“ (daselbst 1816). Für die jüdische Literatur hatte Schlesinger lebhaftes Interesse und war Subskribent auf die Psalmenausgabe mit Kommentar Joel Brils, Berlin 1791, Satanows Psalmenausgabe mit dem Kommentare des R. Samuel ben Meir, Berlin 1794, das ספר הנדרים, Berlin 1798, מראה אש, Berlin 1802, 1814 auf משכת דד אליעזר, Altona 1815, wo er im Subskribenten- Verzeichnisse als ״berühmter Arzt“ bezeichnet wird, und 1824 auf ימין משה, Breslau 1824. 1792 gehörte er der Berliner Deputierten- Versammlung an, die die Steuerverteilung vorzunehmen hatte. Nach Landau hat er zu Frankfurt bis zu seinem Tode als gesuchter Arzt gelebt. Die jüdisch literarischen ^Interessen hatte er von seinem Vater geerbt. Von letzterem erschien in Frankfurt 1796 das Werk זכרון בספר, Novellen zu Thora und Talmud, das seine Söhne Naftali Herz und I. Löw Schlesinger herausgaben. Jehuda Löb brachte das bekannte Werk ראש יוסף zu Chulin 1794 in Frankfurt an der Oder zum Druck. Ein dritter, Mose, subskribierte auf חמש מגילות, Berlin 1788/9. Löb Schlesinger, der Bruder des Arztes subskribierte gleichfalls auf 1ס, הנדרים). *) Univ.-Matr. II 464, Zeit!in, Bibliotheca Post-Mendelssohniana S. 345, Benjakob S. 561, S. 159 Nr. 169 wo es statt אןךר heissen muss: התאבקות מורו ed. Lemberg o. j., Anh.' יקב זאב s. 36 b: ה״ב [הבחור] כ1 הירץ בן כ' מורא מפ״פ דאדר» Jahrb. d. jüd.-lit. Ges. 1 82, wo nach briefl. Mitt. d. H. Dr. Weinberg-Neumarkt מורי כהן mitunterzeichnet, Mitteilungen des Gesamtarchivs der deutschen Juden I 28 Anm. 1, Steinschneider in Zeitschr. f. hebr. Bibliogr. XVII 130, Carmoly, hist, des med. juifs S. 226, Brüll in d. Zeitschr. f. d. Gesch. der Jud. in Deutschi. IV 315, wo mitgeteilt wird, dass die Widerlegung

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