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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 87

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 87)
Language
German
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84 hat, mit Bitte, dass niemand solches Buch ohne dieser Handschrift kaufe. Es sind vorne sehr viele Privilegia der angesehensten fiabbinen zu Amsterdam, Berlin, Hannover, Pfalz, Frankfurt am Mayn. Carlsruhe, Rotterdam, Manheim, Polen und Curland ge־ druckt, welches dismal nötig anzufüren war, wie die Folge zeigen wird. Der Verfasser ist ein Arzt, und hat schon 1764 zwey von mir Th. II, Seite 40 und 41 beschriebene Abhandlungen [nämlich ס, כרם עין 3די und צל המעלות] herausgegeben, welche so wie die gegenwärtige, moralischen Inhalts sind. Ein gelehrter Jude in Berlin schrieb mir bey der Übersendung dieses Buches, dass solches daselbst yiel Aufsehens gemacht, und der Verfasser deswegen viel Verfolgung habe ausstehen müssen. Weil mich diese Nachricht befremdete, indem die vornemsten Rabbiner dieses Buch nicht nur geprüft, sondern auch, wie die vorgedruckten Zeugnisse lauten, ihres Beyfalls und Empfelung wehrt geachtet hatten! so bat ich ihn, mir das Entstehen und die Folgen dieses ausserordentlichen Vorfalls u. 8. w. zu schreiben, welches er aber bis jetzt noch nicht gethan hat. Doch hoffe ich noch die ganze Geschichte durch ihn oder andere zu erfahren, da ich denn in einem der folgenden Theile, wenn ich das neulich zu Altona wegen des daselbst in den Bann getanen R. Aaron Bardenka, gedruckte rabbinische Protokoll, nebst den mit Aaron und dem Cracauer Gericht bey dieser Gelegenheit gehabten Briefwechsel bekant machen werde, die ganze Nachrieht mit denen Juden so anstössig gewesenen Sätzen mitteilen will... So weit für diesmal von diesem Buch. Aus dieser angeführten Stelle (ולא לשנוא אותם מפני שהמה מתנגדים בקצת דעות אלינו) sowol als auch aus vielen andern sieht man, dass der Verfasser kein jüdischer Orthodoxe ist. Anstössige Ausdrücke als ענדם und ע״ז u. d. gl. hat er sorgfältig vermieden. Eben schreibt mir der Baf zu Messachet oder Birnbaum in Grosspolen, nicht weit von Meseritz, R. Jehudah Lebh, der Verfasser von dem Buche: Auferstehung der Todten, welcher seine Handlung in Strelitz niedergeieget, und wegen seiner jüdischen Gelehrsamkeit gar Polnischer Raf in ebenbenanter Stadt vor einem halben Jahr geworden, dass der Verfasser für einen Naturalisten und Freydenker unter religi־ eusen Juden gehalten wurde, weil er 1) nur mit einem sehr kleinen Bart, mit gestickten Manschetten, und wie ein Stutzer gehe 2) Nicht ort (bete) und keine Tphillin täglich lege, mit einem Wort, sey er

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