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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 84

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 84)
Language
German
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81 Am 11. Januar 1773 wurde Nathauielia Israelis bei der medizinischen Fakultät inskribiert. Sein Vater war der ״Puttsehaftstecher“ Israel Abraham in Danzig. Er wurde ״ob grösster Armut gratis‘4 aufgenommen. Eine Angabe über seine Konfession fehlt. Ein Ür. Nathanael Berendt war am 13. Juli 1790 in Danzig Arzt 1). Am 1. April 1773 wurde Simon Samuelsohn in die medizinische Fakultät aufgenommen. Sein Vater Samuel Levin war ein Schutz־ Handelsjude in Frankfurt an der Oder. Am 28. Adar 1781 wurde er mit Zustimmung des Rabbiners und der Gemeindevorsteher in Krakau unter ehrenvollen Bedingungen als Arzt angestellt, ״da die Pforten der Judenstadt nachts geschlossen wurden, und kein Arzt aus der Christenstadt zu bekommen war.“ Dort starb er am 10. Nissan 1809. Sein Grabstein rühmt seine Redlichkeit gegenüber den armen Kranken2). Am 21. Juli 1773 wurde Judas Levin bei der medizinischen Fakultät immatrikuliert. Als sein Vater wird der Chirurg Markus Levin in Laberdow in Polen, d. i. Lubartow nord-östlich von Lublin, angegeben. Ich glaube, seine Identität mit dem Wilnaer Arzte Jehuda ben R. Mordechai Halewi Hurwitz aussprechen zu dürfen, auch ״Rabbi Jehuda Levi alias Marcus Levi dictusu, dem Verfasser der gereimten Aphorismen צל המעלות, Königsberg 1765, und des allegorischen Gedichtes zum חד גדיא, betitelt כרם עין גדי, Königsberg 1764ל die Geschicke der Seele behandelnd. Während er auf dem Titelblatte des letztgenannten Schriftchens, also 1764, sich als früheren Nach einer Mitteilung Prof. Branns vom 9. 2. 17 können zur Zeit weder die Beziehungen Jacobs zu Jakob Samuel Frankel, der bei der Konstituierung der Breslauer Gemeinde auf Grund des Gesetzes vom 21. Mai 1790 die Stamm־ nummer 94 erhielt, als Warenmakler, und von Brann als Sohn des Krakauer Rabbinatsassessors und Vorstehers Ascher Anschel Samuel Frankel (st. in Krakau 5. Marcheschwan 13. Okt. 1771) bezeichnet wird, noch diejenigen zu Löbel ' Jakob Frankel, einem Breslauer Geldwechsler, der die Stammnummer 51 hatte, noch diejenigen zu Meyer Jacob Frankel, einem Handelsmann in Breslau, der die Stammnummer 44 erhielt, festgestellt werden. Auch in den von H. Weitsmann-Kalisch gesammelten Breslauer Grabstein-Inschriften, die in einer Sammlung אבני זכרון erscheinen sollten, finde ich keinen Anhaltspunkt für die ldentifizieruug Jacob Frankels. Vgl. noch Magazia f. d. Wissensch. des Judentums XVII 175 f. *) Univ.-Matr. 11 446, Hirsch, biogr. Lexik, d. hervorr. Aerzte I 404. 2) Univ.-Matr. 11 446, Friedberg, ילוחת זכרןן Frankf. a. M. 1904, S. 86 f. Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft XV. 6

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