Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 82)
- Language
- German
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79 Am 14. Mai 1770 wurde Pineas Ely bei der medizinischen Fakultät akademischer Bürger. Seine Eltern werden als verstorben, als seine Heimat wird Kollin in Böhmen bezeichnet. Ob der Arzt Dr. Kollin in Grätz (in Posen), der 1825 Subskribent auf die Bibelausgabe Dyhernfurth war, und etwa den Namen seiner Heimat, wie damals üblich, angenommen haben mag, mit ihm in Beziehungen steht, erscheint zweifelhaft. Ebenso ob er mit E. Kollin, der seit etwa 1809 in Dresden arztete, identisch ist1). Am 26. April 177 L wurde Johann Christian Friedrich lmmanuel bei der medizinischen Fakultät eingeschrieben. Seine Heimat war Meseritz. Sein Vater hiess Jakob Meier. Er war ein ״Jugendlehrer, einst Jude, jetzt zu Berlin als Christ wiedergeboren4‘. Die Inskription erfolgte ״gratis“. Der Vater ist anderweitig nicht bekannt geworden 2 *). Am 13. Juni 1771 wurde Levi Hirsch Jakob an der medizinischen Fakultät immatrikuliert. Sein Vater war der ״practicus“ Hirsch Wiesnowice. Seine Heimat war Brody. Die Inskription erfolgte ״gratis״. Wiesnowice ist der Ört Wisnowice südöstlich von Brody, anscheinend die Heimat des Vaters )*. Am 8. Mai 1772 erfolgte die Eintragung des Philipp Levy bei der Fakultät der schönen Wissenschaften. Sein Vater war der Berliner Kaufmann Lewin H. Levy. Lewin Hertz Levi wird in der Berliner Schutzjuden-Liste vom April 1750 als erstes Kind des Jacob Jochen Levi unter Nr. 42 genannt. Lewin Moses Levi, der zu den Berliner Beförderern des ״Elementarwerkes“ Basedows gehörte, das seit 1770 erschien, ist möglicherweise derselbe und Moses nur für Hertz verschrieben. Ob der 1683 und 1684 genannte Arzt aus Amsterdam Philipp Levy, Sohn des Juda L o e b Abraham Hamburg, und der 1807 genannte Studiosus medicinae Philipp Levy aus Königsberg mit dem unsrigen in Beziehungen zu setzen sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Der 15jährige Sohn des Berliner Bankiers H. Jacob Levy war Freiwilliger im Befreiungskriege4). ג) Das. II 482, Frankel, Dr. Bernb. Beer, S. 13, Frankels Zeitschrift f. d. rel. Interessen des Judentums I 194 ff. 2) Üniv.-Matr. II 437. 8) Das. II 438. Der Vater st. 11. Tebet 1736 (Jahrb. XIII 125). 4) Das. II 443, Freund a. a. 0. II 56, Festschrift z. 70. Geburtst. Martin, Philippsons S. 200 Anm. 1, Kaufmann-Freudenthal, Familie Gomperz S. 371 Zeitschr. f. 4• Gf. d. J, in Deutschi. HI 232, Jüd, Volks*., Brest 1922, No. 4.