Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 81)
- Language
- German
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78 weiter unten genannter Sohn Lewi hier am 19. März 1793 inskribiert worden ist und seine Vorbildung auf der ״Schule in Samosc“ genossen hatte. Moses scheint mit dem am 24. Adar 1806 in Lublin verstorbenen R. Mose Doktor aus Saraosc identisch zu sein 1). Am 21. September 1769 wurde ״der Jude“ Jos. Schanis bei der medizinischen Fakultät immatrikuliert. Seine Eltern lebten in Ungarn, seine Heimat war Fagakum [?]. An Einschreibegebühr hatte er sechs Groschen zu entrichten2 *). Am 9. Oktober 1769 wurde Cosman Abraham Meier an der medizinischen Fakultät eingeschrieben. Seine Eitern waren bereits verstorben, seine Heimat war Berlin. An Einschreibegebühr zahlte er sechs Groschen. Angabe der Konfession fehlt. Mit den beiden gleichzeitigen Hamburger Aerzten namens Meyer ist er nicht identisch*). Am 23. November 1769 wurde Levin Hirsch bei der medizinischen Fakultät immatrikuliert, als dessen Eltern Juden und als dessen Heimat Wodislau, das ist Wodzislaw in Kleinpolen, angegeben werden. Ob das der am 12. Juli 1834 von der preussischen Regierung naturalisierte Wundarzt Lewin Hirsch in Bentschen (in Posen) ist, ist mehr als zweifelhaft. Ausgeschlossen ist die Identität mit dem 1823 verstorbenen Medizinalrat Dr. Levin Joseph Hirsch ' in Königsberg i. Pr., ebenso mit dem Flatower (Westpr.) Arzte R. Lob Rofe, der um 1738 als bereits verstorben bezeichnet wird4). Am 23. April 1770 wurde Levin Moses in die medizinische Fakultät aufgenommen. Seine Eltern werden als verstorben, und als seine Heimat wird Polen angegeben. Er entrichtete sechs Groschen Einschreibegebühr5). 4) Univ.-Matr. II 428, Im deutschen Reich, Zeitschr. des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüd. Glaubens I 169; vgl. weiter unten s. v. des am 19. März 1793 immatrikulierten Lewi, Sohn des Dr. Moses Levi, meine Jüd. Aerzte in Grosspolen״ S. 18. *) Univ.-Matr. II 429. Ob Schanis Genitiv eines Frauennamens Schane Schöne ist? vgl. Grunwald, Mitteil., Wien 1911, Jahrg. XIV 110. •) Univ.-Matr. II429, meine ״jüd. Aerzte in Grosspolen“ S. 55 f. 4) Univ.-Matr. II 429, Verzeichn, sämtl. naturalis. Isr. im Grossherz. Posen, Bromberg 1836, S. 52, Jolowicz, Gesch. der Jud. in Königsberg i. Pr., S. 117 f., meine ״jüd. Aerzte in Grosspolen“ S. 33. *) Univ.-Matr. II 430.