Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 79)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3486266-3486287--5862-3492235- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
76 habe meine Logik wie Sie Ihre Kleinigkeiten Jemandem geschenkt, der die Schande auf sich genommen hat, sie unter seinem Namen bekannt zu machen“. Kayserling, der Biograph Mendelssohns, meint, dass er sie Kalir geschenkt habe, ״damit dieser durch den Verkauf der Schrift sich einigen Vorteil verschaffen möchte . . . der Undankbare. Während er in der Vorrede zu der Logik deu reichen Ephraim Veitel mit Lob überschüttet, hat er kein Wort des Dankes für den armen Buchhalter [Mendelssohn] udö versteckt seinen Betrug Heber unter der unbestimmten Wendung: ״Gott hat mir eine Erklärung in die Hände geführt, die noch nie öffentlich erschienen ist.“ Der Philosoph nahm die Sache von der heiteren Seite. Auf das Titelblatt seiner Übersetzung der anlässlich des Hubertsburger Friedens (1763) vom Berliner Rabbiner R. Aron ben Mose gehaltenen Predigt setzte er die Bemerkung: ״Ins Deutsche übersetzt von R. S. K.“-r er meinte, ״da der Rabbi sich meine hebräische Logik zugeeignet hat, so mag er nun auch meine Predigt auf sieh nehmen“. Noch 1765 erscheint Kalir ״mit der Arbeit an der Medizin beschäftigt4‘, und Carmoly nennt ihn in seiner Geschichte der jüdischen Aerzte ״docteur“. Steinschneider hat für diese Nachricht nur eine spöttische' Bemerkung 1). Am 10. März 1765 erfolgte die Einschreibung des Joel Felix aus Pinczow. Da sowohl der Name Joel als auch Felix und Pinczow als Heimat von Gliedern der Familie Katzenellenbogen sich finden, so mag auch hier so wie bei dem am 21. Mai 1750 immatrikulierten Lepmannus Felix und seinem am 9. Juli 1783 inskribierten Söhne Judleo Felix der Vermutung Ausdruck gegeben werden, dass auch hier ein Glied jener berühmten Familie in Betracht komme 2). *) Univ.-Matr. 11 414, Kayserling a. a. 0. S. 146 f. יבאה־ מלות ההגיון Berlin 1765, Vorw., Zeitsehr. f. hebr. Bibliogr. 1914 S. 151, 1917 S. 45, wonach er auf dem Titelblatte des במ,,ח von 1761 sich הרופא שמשון קאלרך nennt, . Monatsschrift 1905 S. 735. Zur Familie Kalir in Brody s. Monatsschrift 1913 S. 739—41. Vgl. noch Jew. Enc. VII 423, Friedberg, יכתר כהונה Drohobycz 1898, S. 24 Anm., לזמירות ישראל P^rth 1805, Subskribentenverz. Zur Kritik dieser Ausgabe des במ״ה s• weiter unten die Anmerkung zu dem am Ende dieser Abhandlung genannten Dob Beer ben Arje Lob Hälewi aus Dolginow. *) Univ.-Matr. II418, oben 21. Mai 1750 und die dort angeführten Quellen.